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8. Mai. 2009

Filmkunstfest – Ein Augenblick Freiheit

8. Mai 2009 · von Frieder · 7 Kommentare

Vor einigen Tagen habe ich die Kritik überarbeitet und den “edit” Button gesucht.

Filmkunstfest – Ein Augenblick Freiheit

„Andere Menschen würden ihr Leben dafür geben unsere Freiheit zu erfahren.“, so Regisseur Arash Riahi. Er zeigt dies mit seinem Film „Ein Augenblick Freiheit“ deutlich.

Kälte setzt den Flüchtlingen zu beim Passieren des Bergpfades. Verzweiflung packt sie am Morgen: Der kleine Junge ist starr…, die Kälte unerträglich.

Drei Flüchtlingsgruppen fliehen aus dem Iran, über die Türkei, mit dem Ziel Europa zu erreichen – die Freiheit zu erlangen. Die erste Gruppe bilden zwei jugendliche Freunde, die die kleinen Geschwister des einen Jugendlichen nach Österreich zu ihren Eltern bringen wollen. Ein Ehepaar mit seinem Sohn bildet die zweite Gruppe, und die letzte ergibt sich auf einer Notlage, nämlich der, dass die Herberge in Ankara ausgelastet ist. Es handelt sich um ein älteren und einen jungen Mann, welche nicht nur die Flucht vereint, sondern auch die Herkunft aus dem kurdischen Teil des Irans.

Die Flucht ist hart und zwischen den Fliehenden und der Freiheit stehen nicht nur Berge und Einreiseerlaubnis, sondern auch Korruption. Der Film scheint Kritik an der Führung der Länder zu sein, doch das weist Arash Riahi zurück.

Der Film weist Analogien mit den Mitwirkenden auf und zeigt diese in eindrucksvollen Bildern. Arash T. Riahi ist österreichischer Filmregisseur und er erzählt im Film ein Stück der eigenen Geschichte. Denn auch er floh als Kind mit seinen Eltern nach Österreich, über die Türkei, aus dem Iran. Er drehte den Film, damit wir Europäer verstehen, dass wir jedem Flüchtling das Recht geben müssen, die Freiheit, die wir besitzen, suchen zu dürfen.

Navid Akhavan, der im Film einen der Jugendlichen spielt, floh im Alter von vier Jahren aus dem Iran. Auf dem 19. Schweriner Filmkunstfest erzählte Navid Akhavan, dass die Dreharbeiten, nah der Grenze zu seiner Heimat, ihm seine Vergangenheit nochmal nahe gebracht haben, was seine Eltern leisten mussten, damit er eine bessere Zukunft hat – was sie leisteten für seine Freiheit.

Eifersucht, Angst und Freude werden transportiert durch eine beeindruckende Mimik der Schauspieler. Die Gefühle der Flüchtlinge verließen sozusagen die Leinwand und erreichen die Zuschauer. Der Drang nach Freiheit „treibt“ den Film voran. In quasi jeder Szene setzen die Schauspieler ihr Talent sein, um Hoffnungen und Wünsche der Protagonisten zum Ausdruck zu bringen.

Doch warum wollen sie fliehen? Was ist der Beweggrund eines jeden Einzelnen? Der Film zeigt zwar in groben, was die Charaktere aus dem Iran vertrieb, ihre Motivation hingegen ist oft allgemein gehalten: Freiheit und Hoffnung. Nur bei den Jugendlichen erfahren wir, in einem Nebensatz, mehr über ihre Fluchtgründe.

Der Film findet in Deutschland keinen Verleih und wird dadurch im Kino nicht gespielt, nur auf Filmkunstfesten. Natürlich wird die österreichische, französische Produktion in ihren Heimatländern gezeigt. Eine Reise würde sich lohnen!



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Kategorie: Bericht·

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7 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Bruderherz :D // Mai 8, 2009 um 15:45 Uhr

    Guten Tag in die Runde,

    der Artikel macht mich wirklich neugierig! Ich wollte den Film sehen und nun bin ich noch gespannter.

    Wie es scheint muss der Film sehr eindrucksvoll und zugleich auch auf eine gewisse Art spannend sein. Hoffentlich wird es den später auf DVD geben…

    Und nochmal zum Artikel: Der ist gelungen :)

  • 2 Hamlet // Mai 8, 2009 um 23:24 Uhr

    Ich freue mich sehr über diesen Beitrag, dass sicherlich aus mehreren Gründen. Filmkunstfestluft auf dem Blog und ich selber habe leider momentan nicht viel Zeit für Kino und lange ausführliche Reportagen! Mehr davon!

  • 3 holzen // Mai 9, 2009 um 07:22 Uhr

    Dafür war die Kurzfilmnacht leider kalt (im Wurm wirds nachts extrem ungemütlich, auch wenn alle Zuschauer im Liegestuhl lagen) und überwiegend unerfreulich, schade! Es gab inmeinen Augen nur ganz wenige Streifen, die das Ausharren rechtfertigten. Dazu später mehr!

  • 4 Frieder // Mai 10, 2009 um 16:50 Uhr

    Danke für die positive Meldung. Der Film lohnt sich und ich werde ihn mir, falls es ihn nicht in Deutschland gibt, aus Österreich importieren^^

    Zur Kurzfilmnacht wollte ich auch schreiben, hatte sogar die Kamera dabei, um die Veranstalter zu fotographieren und zu interviewn. Aber Bilder gibt es nicht und geschrieben ist auch noch nichts. Ich lasse dir (holzen) den Vortritt, bin bespannt wie die Kritk wird.

    Heute habe ich “Sollbruchstelle” und “Ein Land hinter dem Regenbogen” gesehen. Der erstere ist zu schlecht um über ihn zu schreiben, das macht dann ja kein Spaß. Der zweitere ist so hart von Inhalt her. So hochwertig, dass ich ihn nicht vollständig verstand. Dafür müsste ich ihn nocheinmal sehen oder besser das Drehbuch lesen. Also auch keine Kritik. Vll. schreib ich Heute Nacht über die “Kurzfilme zur Lage der Nation”. Aber nur wenn sie gut waren.. schlechte Kritik zu schreiben … ist anstrengend.

    Leider haben alle Zeitungen in der Umgebung meine Filmkritik abgelehnt. Für die SVZ ist soetwas zu hoch, damit würden sie ihre primitives Niveau nicht halten können… Andere Zeitungen waren schon voll.

    Hier noch einmal überarbeitet:

    Filmkunstfest – Ein Augenblick Freiheit

    „Andere Menschen würden ihr Leben dafür geben unsere Freiheit zu erfahren.“, so Regisseur Arash Riahi. Er zeigt dies mit seinem Film „Ein Augenblick Freiheit“ deutlich.

    Kälte setzt den Flüchtlingen zu beim Passieren des Bergpfades. Verzweiflung packt sie am Morgen: Der kleine Junge ist starr…, die Kälte unerträglich.
    Drei Flüchtlingsgruppen fliehen aus dem Iran, über die Türkei, mit dem Ziel Europa zu erreichen – die Freiheit zu erlangen. Die erste Gruppe bilden zwei jugendliche Freunde, die die kleinen Geschwister des einen Jugendlichen nach Österreich zu ihren Eltern bringen wollen. Ein Ehepaar mit seinem Sohn bildet die zweite Gruppe, und die letzte ergibt sich auf einer Notlage, nämlich der, dass die Herberge in Ankara ausgelastet ist. Es handelt sich um ein älteren und einen jungen Mann, welche nicht nur die Flucht vereint, sondern auch die Herkunft aus dem kurdischen Teil des Irans.
    Die Flucht ist hart und zwischen den Fliehenden und der Freiheit stehen nicht nur Berge und Einreiseerlaubnis, sondern auch Korruption. Der Film scheint Kritik an der Führung der Länder zu sein, doch das weist Arash Riahi zurück.
    Der Film weist Analogien mit den Mitwirkenden auf und zeigt diese in eindrucksvollen Bildern. Arash T. Riahi ist österreichischer Filmregisseur und er erzählt im Film ein Stück der eigenen Geschichte. Denn auch er floh als Kind mit seinen Eltern nach Österreich, über die Türkei, aus dem Iran. Er drehte den Film, damit wir Europäer verstehen, dass wir jedem Flüchtling das Recht geben müssen, die Freiheit, die wir besitzen, suchen zu dürfen.
    Navid Akhavan, der im Film einen der Jugendlichen spielt, floh im Alter von vier Jahren aus dem Iran. Auf dem 19. Schweriner Filmkunstfest erzählte Navid Akhavan, dass die Dreharbeiten, nah der Grenze zu seiner Heimat, ihm seine Vergangenheit nochmal nahe gebracht haben, was seine Eltern leisten mussten, damit er eine bessere Zukunft hat – was sie leisteten für seine Freiheit.

    Eifersucht, Angst und Freude werden transportiert durch eine beeindruckende Mimik der Schauspieler. Die Gefühle der Flüchtlinge verließen sozusagen die Leinwand und erreichen die Zuschauer. Der Drang nach Freiheit „treibt“ den Film voran. In quasi jeder Szene setzen die Schauspieler ihr Talent sein, um Hoffnungen und Wünsche der Protagonisten zum Ausdruck zu bringen.
    Doch warum wollen sie fliehen? Was ist der Beweggrund eines jeden Einzelnen? Der Film zeigt zwar in groben, was die Charaktere was sie aus dem Iran vertrieb, ihre Motivation hingegen ist oft allgemein gehalten: Freiheit und Hoffnung. Nur bei den Jugendlichen erfahren wir, in einem Nebensatz, mehr über ihre Fluchtgründe.
    Der Film findet in Deutschland keinen Verleih und wird dadurch im Kino nicht gespielt, nur auf Filmkunstfesten. Natürlich wird die österreichische, französische Produktion in ihren Heimatländern gezeigt. Eine Reise würde sich lohnen!

    Danke

  • 5 Hamlet // Mai 10, 2009 um 20:11 Uhr

    Hey Frieder du kannst auch deinen Ausgangsartikel bearbeiten und dann einfach fett dazu schreiben Version 2 oder so…

  • 6 Frieder // Mai 10, 2009 um 23:15 Uhr

    Ich suche den “Edit” Button. Wo find ich den?

  • 7 Hamlet // Mai 11, 2009 um 13:34 Uhr

    Du musst dich anmelden, dann solltest du den Button finden…

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