Eine Woche TtJ, was bleibt? Das muss ich nicht, aber das darf ich mich fragen. Was bleibt sind Erinnerungen, Eindrücke und Erfahrungen. Gute und schlechte und jeder der dabei war weiß genau was ich meine. Laptop hin oder her, jetzt schreibe ich, weil schreiben spaß macht und ich festhalten will was man nicht festhalten kann.
Dies ist der erste Versuch ästhetische Erfahrungen in Bytes zu meißeln.
Die Stücke:
Peanuts
Bürgen schafft!
Amoklauf. Mein Kinderspiel.
Familiengeschichten
Anne Frank und Ich
Topinambur
Immer spielt ihr und scherzt.
Lieblingsmenschen
Peanuts:
Eine große Nuss, die zu knacken war. Mein erstes Mal… Comic-Theater. Dinge die ich beobachtet habe: Figuren werden erkannt, mit ihren Macken scharf gezeichnet und das Bühnenspiel erzeugt eine Ebene zwischen skurril und bekannt. Wer die Zeichentrick nicht kennt, sieht eigensinniges anders, das dürfte wohl ein Nebeneffekt sein. Die Bühne in Akt 1, weiß wie eine Leinwand. Farbtupfer springen chaotisch über die Bühne, erzählen eine Geschichte.
Schwierig wirkte: Emotionen als Figur zu zeigen, der Spagat zwischen menschlich und Comic. Ein Genre, welches für mich ganz neu war. Der Auftritt der HOT Gang war eine neue ganz andere Erfahrung. Es war auch der letzte Auftritt der Truppe, aber ein guter Auftakt für das Festival.
Mehr Stimmen zum Stück von der FZ: LINKLINKLINK
Bürgen Schafft!
Wen schafft hier das Bürgen? Der einzigartige Aspekt, neu in dieser geballten Intensität: das Spiel mit der Langsamkeit. Oder in ihrer Langsamkeit. (bayrisch?) Die Bayern schafften, damit eine einzigartige Inszenierung und es wurde wieder eine Dimension des Theaters geöffnet. Tempo in-extremo. Wie wirkte es auf mich? Was machte es mit mir? An einigen Stellen schien zwischen den Zeilen ein Dialog zu laufen, der Beobachter konnte sich in Pausen eine Eigene Version der Geschichte bilden, die dann durch Brüche zum Witz wurden. Die Geschichte bekommt eine neue Wendung, über das Tempo wird mit mir als Publikum gespielt und ich erlebe das Theater anders. Ich muss zugeben, einige Stellen sind anstrengend gewesen, habe sich mir nicht erschlossen, was an meinem Norddeutschen Hirn oder meiner mangelnden Kondition lag. Who knows?
Im Auswertungsgespräch dann Adams Rede die nach Obama suchte. Eine ernste Frage, die ich schätze, euch nicht bei der Erarbeitung beschäftigt hat. Dabei ist ja gerade eure eigene Interpretation des Endes das Besondere am Stück. Da fehlt dieser eine Gedanke. Mal im Ernst, die Revolution beginnt doch im Herzen. Strukturen akzeptieren, doch nicht vor ihnen resignieren, sondern aktiv die Welt gestalten. Findet euch nicht ab mit RTL Soap und Tagesschau! Raus in die Welt und bewegt was!

0 Antworten bis jetzt ↓
Es gibt keine Kommentare. Bis jetzt...
Hinterlasse ein Kommentar