KeinDrama so ein Theater...
11. Jun. 2009

Beispielhaft und Herausragend 09.5

11. Juni 2009 · von keinHamlet · 2 Kommentare

Lieb Mensch
Freitag, letztes StĂĽck. Der Festivalkoller war erreicht. Ich matsch, Lieblingsmenschen auf der BĂĽhne. Gesehen habe ich Verzweiflung, eine simple stilisierte Ă„sthetik. Jemand nannte es liebevoll: Trash. Kisten, oder Kartons, ein oft gesehenes Mittel, genial bespielt. SMS Kultur. Besonders aufgefallen, und das wird wohl auch hängen bleiben, war der Einsatz der Kamera. Raum – Zeit – Spiel – Fotoeffekt – Freeze – Geschichte erzählen – Zuschauer irritieren – Blicke lenken = Trash- Faktor. Das projizierte Bild ĂĽberschneidet sich mit den BĂĽhnenfiguren, erzeugt Ebenen, fesselt. Es unterstĂĽtzt den Spielcharakter, die Spielwut der Darsteller und schafft eine absurde Ebene. Der Selbstmord bekommt etwas Plastisches, zugleich etwas Realistisches, wird eine Anspielung auf Youtube und andere Webportale oder den Samstagnacht- Horrorfilm. Die neue Welt, es fiel der Begriff “StudiVZtisierung”, wird mit einem Blickwinkel der jungen Generation reflektiert. Alle kennen meinen Lieblingsfilm, mein Lieblingsbuch, meinen Lieblingsspruch, mein Lieblingsfach, mein Lieblingslied… und im Profil steht: Wer mehr wissen will, muss mich fragen. 300 Freunde und keiner hat Zeit. Status: Beschäftigt.

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Fazit:
Was fĂĽr eine Woche! Das sind nur einige fragmenthafte EindrĂĽcke. Ich glaube, zu meinem Workshop muss ich auch noch was schreiben und zu all den anderen Dingen! Schreibt eure EindrĂĽcke doch auch. Bin neugierig! Anmelden, lostippen. Und wenn es fĂĽnf Sätze sind… egal! Ein Mosaik besteht aus noch kleineren Teilen! Lasst diese Woche ewig leben!

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Kategorie: ttj 2009·

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2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Claudi // Jun 11, 2009 um 09:00 Uhr

    1. Vielen Dank, Hamlet, dass du dir die MĂĽhe gemacht hast, zu jedem StĂĽck etwas zu schreiben.

    2. Ich hab mich oft in den Lieblingsmenschen wiedererkannt bzw. meine Kommilitonen. Bei Topi und Anne Frank z. B. konnte ich mich zum Teil nicht hineinversetzen, weil ich (um es ganz altklug zu sagen) einfach mal aus dem Alter raus bin. Es waren für mich eher Rückblenden. Die Lieblingsmenschen haben mein Jetzt gezeigt (natürlich drastischer als bei mir). Das war wirklich mal eine nette Abwechslung. Danke schön.

    3. Ich werde mich auch bemĂĽhen noch etwas zu meinem Workshop und zu dem ganzen drum-herum zu schreiben. Versprochen!

  • 2 Hamlet // Jun 16, 2009 um 23:25 Uhr

    Das Lieblingsmenschen, am Nähesten an die aktuelle Erfahrungswelt der Ex SchĂĽler kommt habe ich öfter gehört. Ich glaube Anne Frank hätte 8 bis 10 Klasse Publikum gebraucht… so kann man zwar nicht jedes, aber doch einige StĂĽcke zuordnen.

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