KeinDrama so ein Theater...
15. Dez. 2009

Sie sahen ein Chor irrt sich gewaltig.

15. Dezember 2009 · von keinHamlet · Keine Kommentare

Freitag saß ich in einer fremden Küche und lauschte wie drei über Pollesch sprachen. Ich hab immer Pulisch verstanden, aber gemeint war der Regisseur René Pollesch, dessen Stück gerade an der Volksbühne aufgeführt wurde. Die Damen unterhielten sich angeregt und beschäftigten sich, mit Theorie, Witz, mit Chor, Ironie, Parodie, dem was sonst so auf der Bühne passiert war und vorallem warum. Ich schnappte nur Fetzen auf, deswegen habe ich noch einmal mein Internetz bemüht und ein paar Links zusammengestellt. Wieder eine Bildungslücke geschlossen.

1. Ein Porträt zu René Pollesch. (von 2008)

[...]2001 erhält er erstmals den Dramatikerpreis in Mülheim (für “world wide web-slums”) und tritt die Leitung des Praters an, der Nebenspielstätte der Berliner Volksbühne.[...]

[...]Hier beginnen die ästhetischen Besonderheiten, mit denen Pollesch noch immer einzigartig aus der gegenwärtigen Theaterliteratur heraussticht.[...]

2. Interview mit Pollesch im Tagesspiegel

Der Theatermacher René Pollesch spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über Rezessionstheater, bequeme Kapitalismuskritik – und sein neues Prater-Stück.[...]

3. Eine Kritik zum Stück.

[...]Ansonsten es ist wie immer: die ganzen Repräsentationsverabredungen, die aus Theater Theater machen, werden zum Blödsinn erklärt, in dessen Kontext es auch keine Rolle spielt, ob Sophie Rois auf der Bühne nun behauptet, ein Mann oder eine Frau zu sein.[...]

[...]Weshalb es natürlich auch Quatsch ist, wenn ein Chor im Theater im Namen des unterdrückten Volkes spricht. Denn wer überhaupt spricht, übt bereits Herrschaft aus. Weswegen eben jeder gewaltig irrt, der denkt, dass er für Sprachlose sprechen kann, wie es ja schon der lehrsatzhafte Titel des Abends propagiert.[...]

Tags: , ,

Kategorie: Allgemein·

0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt keine Kommentare. Bis jetzt...

Hinterlasse ein Kommentar