KeinDrama so ein Theater...
11. Mai. 2010

Mord in Kreuzberg

11. Mai 2010 · von keinHamlet · 1 Kommentar

Tatzeit: Donnerstag zwischen 20 und 22Uhr.
Tatort: BKA Theater
Täter: Paternoster
Motiv: Volksbelustigung. MordArt

Wir steigen die Treppen, denn der Fahrstuhl ist langsam. Wir betreten den Saal. Links Bühne, diverse Instrumente, ansonsten Schwarz. Rechts Stühle, Tische und wir.
Improvisationstheaterkrimi.
Der Plot wird gestaltet vom Publikum. Fest steht, dass wir uns im alten Rom befinden. Mordarten können via Papyrus vorher gebracht werden, wird später durch ein Orakel gezogen.
Personen, Berufe, Opfer, Namen, Orte, Indizien werden durch den Willen des Volkes bestimmt.
Columbos Kurruptus ermittelt, denn Kaiser Titus Tinitus wurde erstochen in der Ziegenmilch Recyclinganlage gefunden.
Verdächtig sind Pupulus, der Jüngling am Hof, Nervia, die Schwiegermutter, Interrupta die Ausländische Sklavin. Stevus ist der Musiker, Wächter, Bote für alle Gelegenheiten.

Szenen aus dem Alltag des Kaisers, verrieten Motive, das Publikum rätselte, es gab eine Pressekonferenz, es gab Indizien, es gab einen Kampf in der Arena, es gab Affären, Schuldzuweisungen, ein kurzzeitig emanzipiertes Rom, „Wilde“ Tiere, musikalische Einlagen, blitzschnelle Reaktion… es war humorvoll, manchmal ironisch, zum selbst lachen, über andere lachen, über Skurilität lachen… eine verrückte und doch fesselnde Geschichte, voller Spannung, was als nächstes passiert.
Kann man nur weiter empfehlen. Ach und Curry 36, vor der Tür. Lecker.

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Kategorie: Bericht·

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 LauschgiftLydia // Mai 12, 2010 um 23:36 Uhr

    Ich hab Paternoster früher öfter in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg mit ihrem “normalen”, also nicht Krimi-Programm gesehen: Auch nur zu empfehlen! Ich habe selten so viel gelacht an einem Abend, war aber gleichzeitig wirklich beeindruckt von diesen Improvisationsleistungen. Paternoster – intelligentes Improtheater zum Süchtigwerden.

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