<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KeinDrama &#187; Allgemein</title>
	<atom:link href="http://keindrama.net/category/allgemein/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://keindrama.net</link>
	<description>Es gibt kein Leben neben Theater.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 15:35:18 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>hamlet.net &#8211; Feedback entdeckt</title>
		<link>http://keindrama.net/2011/07/06/hamlet-net-feedback-entdeckt/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2011/07/06/hamlet-net-feedback-entdeckt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 08:28:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=1006</guid>
		<description><![CDATA[Im Fundus des Internet entdecke A. einen Artikel.
2008 ist lange her, aber das Internet vergisst nicht.
In guter Erinnerung an Hamlet.net, herzliches Dankeschön an Christian Gedschold.
Nachzulesen bei SpielArt-berlin.de (Link Link)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Fundus des Internet entdecke A. einen Artikel.<br />
2008 ist lange her, aber das Internet vergisst nicht.<br />
In guter Erinnerung an Hamlet.net, herzliches Dankeschön an Christian Gedschold.<a href="http://www.spielart-berlin.de/2008/06/03/eine-nachlese-zum-theatertreffen-der-jugend/"><br />
Nachzulesen bei SpielArt-berlin.de (Link Link)</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2011/07/06/hamlet-net-feedback-entdeckt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Opernfreunde: lesen!</title>
		<link>http://keindrama.net/2011/03/31/opernfreunde-lesen/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2011/03/31/opernfreunde-lesen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 23:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=989</guid>
		<description><![CDATA[Und wieder aus der Schweiz: &#8220;Roméo et Juliette&#8221; an der Opéra de Lausanne.
In einer kleinen Stadt wie Lausanne rechnet man wohl nicht mit einem echten Opern-Highlight. Und so überrascht es auch nicht, dass Arnaud Bernards Inszenierung von Gounods Oper Roméo et Juliette harmlos, aber auch unspektakulär daher kommt. Ein Plus gibt es für Bühnenbild und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder aus der Schweiz: <strong>&#8220;Roméo et Juliette&#8221; an der Opéra de Lausanne</strong>.</p>
<p>In einer kleinen Stadt wie Lausanne rechnet man wohl nicht mit einem echten Opern-Highlight. Und so überrascht es auch nicht, dass Arnaud Bernards Inszenierung von Gounods Oper <a href="http://www.opera-lausanne.ch/fr/spectales/saison-2010-2011/detail-spectacles/romeo-et-juliette.html">Roméo et Juliette </a>harmlos, aber auch unspektakulär daher kommt. Ein Plus gibt es für Bühnenbild und Kostüm (siehe unter &#8220;Galerie photos&#8221; hier), die Bernard und der Verantwortliche Bruno Schwengel geschickt zwischen sterilem Weiß und Romeo-und-Julia-Kitsch oszillieren lassen. Damit gelingen ihn nicht nur einige sehr eindrucksvolle Bilder, sondern auch der schwierige Spagat zwischen den Opern immanentem Pathos und moderner Distanziertheit.</p>
<p>Aber eben dieser Spagat gelingt Bernard leider nur optisch. Die schauspielerische Leistung der Darsteller kann in keiner Szene wirklich überzeugen, die Choreographie ihrer Bewegungen verbleibt in holzschnittartiger Altbackenheit. Einzig die große Fecht- und Kampfszene (Verantwortlicher: Pavel Jancik) zwischen den Capulets und den Montaigus gleich zu Beginn der Oper besticht durch Präzision und Ausgefallenheit. So authentisch und formvollendet wird auf Opernbühnen wahrscheinlich nur selten gekämpft.</p>
<p>Gruppenauftritte gehören tatsächlich zu den Stärken dieser Inszenierung: Es sind die Chorpassagen (Leitung: Véronique Carrot), die auf der Gesangsebene fast am meisten überzeugen. Davon abgesehen sind die Hauptgesangsrollen, vor allem der Roméo (Tenor: Teodor Ilincai), eher schwach besetzt; nur der Page Stéphano (Mezzo-Sopran), gesungen von Antoinette Dennefeld, bietet tatsächlich eine erfrischende Überraschung: Man wünscht sich, es würde nicht bei dem einen großen Solo bleiben, denn das singt sie überraschend schön, sauber und ausdrucksstark.</p>
<p>Die größte Überraschung des Abends ist aber wahrscheinlich, dass es tatsächlich eine Sängerin ist, die diese Inszenierung schließlich doch in ein echtes, unerwartetes Opern-Highlight verwandelt, durch die sich der Besuch dieser Oper mit wenig interessantem Libretto (aber sehr schöner Musik) doch wirklich lohnt: <a href="http://www.mariaalejandres.com/home_eng.html">Maria Alejandres </a>singt die Juliette. Man ist Gounod so dankbar, dass sich eine Partie für den lyrischen Koloratursopran an die andere reiht, dass man sie immer wieder hören kann, diese umwerfende Maria Alejandres, die von ihrem ersten bis zu ihrem letzten Ton an diesem Abend mit Präzision und Leidenschaft in der Interpretation brilliert, besonders in den kaum mehr zu erreichenden Höhen. Selten hat man einen so konstanten Koloratursopran gehört: Alejandres Vortrag ist frei von jeder kleinsten Unsicherheit, Abwei-chung, Faiblesse – kein Warmsingen, keine Erschöpfung. Die Männerrollen, die Juliette umgeben, können an diesem Abend nur noch abfallen. Es ist so unglaublich, dass eins ganz klar wird: Diesen Namen muss man sich <a href="http://www.mariaalejandres.com/home_eng.html">merken</a>. Falls man irgendwann wieder das Glück hat und sich zufällig gerade – in der richtigen Kleinstadt herumtreibt.</p>
<p>PS: Einen kleinen EIndruck von Maria Alejandres&#8217; Gesang bekommt man <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xJZwzMxD7uA&amp;feature=related">hier</a>. (Der Auftritt liegt allerdings schon zwei Jahre zurück.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2011/03/31/opernfreunde-lesen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jason Collett im Le Bourg</title>
		<link>http://keindrama.net/2011/03/23/jason-collett-im-le-bourg/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2011/03/23/jason-collett-im-le-bourg/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 14:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=982</guid>
		<description><![CDATA[Mal wieder aus der Schweiz. Mal wieder über Musik.
Wie ein kleines Stückchen Berlin mitten in den Schweizer Alpen erscheint das Café-Théâtre Le Bourg. „Café-Théâtre“ meint hierbei eine Bar mit täglich wechselndem Kulturprogramm: Lesungen, Poetry Slams, politische Diskussionen, Improvisationstheater, Konzerte, Tanzabende. Von der Straße mit den teuren Geschäften aus, zwischen Mc Donald’s und Steakhouse steigt man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder aus der Schweiz. Mal wieder über Musik.</p>
<p>Wie ein kleines Stückchen Berlin mitten in den Schweizer Alpen erscheint das <strong><a href="http://www.le-bourg.ch/">Café-Théâtre Le Bourg</a></strong>. „Café-Théâtre“ meint hierbei eine Bar mit täglich wechselndem Kulturprogramm: Lesungen, Poetry Slams, politische Diskussionen, Improvisationstheater, Konzerte, Tanzabende. Von der Straße mit den teuren Geschäften aus, zwischen Mc Donald’s und Steakhouse steigt man eine schmale Treppe hinauf und landet direkt in einem kleinen Vorraum mit Kasse und Bar, dahinter eröffnet sich ein länglicher rechteckiger Raum, dunkel, schwarz-rosa Blumentapete, mit kleinen Tischchen, Teelichte, ziemlich bequeme Lederbänke und armlehnenlose Sessel, am Ende eine Bühne, gerade so groß, dass eine Band mit Schlagzeug, Keyboard, Gitarren, Bass und Sänger drauf passt, schwarze Holzvertäfelung, hohe Decke. Die Leute, die im Le Bourg arbeiten, sind jung und cool und freundlich – karierte Hemden, Lederjacken, auffällige Brillen.</p>
<p>Am 9<strong>. März 2011 im Le Bourg</strong>: <a href="http://www.myspace.com/jasoncollett"><strong>Jason Collett</strong> </a>aus Kanada. Zunächst stellt sich heraus, dass das auf der Bühne aufgebaute Equipment zur Vorband des Abends gehört: <a href="http://www.saibu-music.com/main.html"><strong>Saibu</strong> </a>aus Paris. Eine Art poppiger Folkrock mit englischen Texten, nichtssagenden Melodien, einem mittelmäßigen Sänger. Mit einem guten Bier würde man wohl sagen: Ganz nett. Da <em>Saibu</em> aber an diesem Abend in der Schweiz auftreten, sagt man eher: Oh je. Sie schlagen sich wacker, spielen auf den Punkt 30 Minuten, und alle sind froh, als sie einen der hinteren Tische im Zuschauerraum belegen.</p>
<p>Danach keine Hintergrundmusik mehr aus der Konserve, vielleicht liegt es also auch genau daran, dass man den dünnen Mann im karierten Hemd kein bisschen beachtet, der mit einer Gibson auf die Bühne steigt, die Gitarre anschließt, ein bisschen an den Wirbeln dreht, ein bisschen hin und her läuft, gegen das Mikro klopft; man kennt das ja. Das ist der, der kurz vorm Auftritt des Hauptkünstlers über die Bühne schleicht, alles richtet, und dabei fachmännisch und ernst, vielleicht aber auch etwas verlegen, auf den Bühnenboden samt Kabeln starrt. Aber plötzlich: Geht das Bühnenlicht an, der dünne Mann im karierten Hemd bleibt, wo er ist und – fängt an zu singen. Ein Musiker, der es schafft, sich unerkannt auf seine eigene Bühne zu schleichen.</p>
<p>Jason Collett hat seine Band nicht nach Europa mitgebracht; er ist ganz solo, nur er und seine Gitarre, seine Texte, seine Songs, und die so anders als auf den Alben. Es macht Spaß, ihm zuzusehen, zuzusehen, wie die Musik ganz reduziert und trotzdem so eindrucksvoll entsteht; man kann sich leicht vorstellen, wie er in Kanada auf der Holzveranda seines Hauses in einem kanadischen Wald an einem kanadischen See sitzt, ein Bein ganz lässig auf den Holzstufen zur Holzveranda, neben ihm ein großer Hund mit viel Fell, und wie er mit eben dieser Gitarre dort in der Hand seine Lieder singt. In die kanadische Einsamkeit, in die Lausanner Nacht. Besonders im Direktvergleich zu der bemühten Pariser Vorband, spürt man ganz deutlich: Jason Collett hat’s drauf. Und so besticht er trotz oder vielleicht gerade wegen puristischer Akustik-Performance vor allem durch seine Präsenz. Seine Stimme. Seine Songs. Und auch wenn man ihn zunächst kaum beachtet hatte, kann man sich plötzlich dem dünnen Mann auf der Bühne kein bisschen mehr entziehen.</p>
<p>Das <em>Le Bourg</em> gefällt ihm, wir als Schweizer Publikum seien uns dessen schon gar nicht mehr bewusst, aber dieser Ort hätte wirklich Klasse, Teelichte und alles, hohe Decken: „I wished this was my basement.“ Wie lange man von Paris nach Lausanne bräuchte? Saibu meint: Sechs Stunden. Jason Collett lacht. Er kommt aus Kanada. Da wäre das einmal Milchholen. Und dann singt er wieder. Eins seiner Lieder widmet er dem deutschen (Ex-)Verteidigungsminister, Guttenberg: „Don’t let the truth get to you“.</p>
<p>Die Lausanner sind oft ein merkwürdiges Publikum. Am Ende des Konzerts ist vielleicht schon ein Viertel der Zuhörer gegangen, aber Collett scheint es gelassen zu nehmen. Er steht etwas einsam mit einem Bier in der Hand neben dem kleinen Merchandise-Tisch, gegen die Bar gelehnt. Sein neues Album ist ausverkauft, also lasse ich mir ein kleines Tour-Plakat signieren. Er will wissen, wie ich heiße. Wo ich herkomme, was ich in der Schweiz mache. Er könne verstehen, dass ich länger hier geblieben bin als zunächst geplant: „Everything’s just beautiful. Everythings looks so perfect.“ Und Literaturwissenschaft sei ziemlich cool. Er sagt, dass er Berlin liebt und überhaupt gern nach Europa kommt, aber nur kurz, für Drei-Wochen-Touren, ansonsten sei es zu anstrengend, deswegen lässt er seine Band gerne mal in den kanadischen Wäldern. Er erzählt mir von seinem letzten Auftritt in Wien und noch mehr von Kanada und von der Sängerin Feist. Er kommt bald wieder nach Deutschland und vielleicht auch in die Schweiz, und vielleicht komme auch ich wieder. Ich verabschiede mich von dem dünnen Mann, weil ich den letzten Zug nach Hause bekommen muss. Er sagt, ich soll die Schweiz genießen und dann nach Berlin zurückkehren. Vielleicht sagt er das, weil nicht jeder in eben so perfekt und schön lange leben kann. Richtig leben. Und weil ich das auch weiß, sage ich: Das mache ich, und dann lasse ich ihn weiter einsam an der Bar stehen, mit einem Bier in der Hand, neben seinem kleinen Merchandise-Tisch.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2011/03/23/jason-collett-im-le-bourg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das machen wir doch nicht nur für uns! Über den Anspruch.</title>
		<link>http://keindrama.net/2011/03/23/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns-uber-den-anspruch/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2011/03/23/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns-uber-den-anspruch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 14:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=980</guid>
		<description><![CDATA[Über meindrama. Für keinhamlet.
Und ich habe dieses unbestimmte und hoffnungsvolle Gefühl: dass die meisten keindrama-Leser-Nutzer etwas verbindet. Weil uns dieser Blog empfohlen wurde, weil wir ihn mitbegründet haben, weil wir jemanden kennen gelernt haben, der hier schreibt, der hier liest, weil wir mit eben denen verbunden sind, und wenn wir wiederkommen, wenn wir wiederlesen, wiederschreiben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über meindrama. Für keinhamlet.</p>
<p>Und ich habe dieses unbestimmte und hoffnungsvolle Gefühl: dass die meisten keindrama-Leser-Nutzer etwas verbindet. Weil uns dieser Blog empfohlen wurde, weil wir ihn mitbegründet haben, weil wir jemanden kennen gelernt haben, der hier schreibt, der hier liest, weil wir mit eben denen verbunden sind, und wenn wir wiederkommen, wenn wir wiederlesen, wiederschreiben, wiederklicken, dann spricht das für diese Verbindung, dann entsteht da eine Verbindung &#8211; keindrama.NET.</p>
<p>Keine halben Sachen im Internet. Deswegen ist keindrama nicht nur halb organisiert, sondern gar nicht organisiert, deswegen ist keindrama nicht nur halb festgelegt, sondern gar nicht festgelegt, deswegen ist niemand so halb enttäuscht, sondern gar nicht enttäuscht, deswegen ist nichts nur halb möglich, sondern alles ist möglich, deswegen führen alle Wege ins Offene.</p>
<p>Und wo Theater entsteht und wo man über dieses Theater schreibt &#8211; wie kann da schon etwas durchgekaut sein? Wie könnte da etwas enden, wenn es doch endlos sein muss, weil doch Theater endlos ist, weil doch Eindrücke endlos sind? Wo es doch immer etwas hinzuzufügen gibt, wo doch nie alles gesagt ist, wo es doch bei den Kritikern keine Profis gibt wie bei den Magenchirurgen. Wie kann da etwas halb sein, wenn man nicht nur halb hingesehen hat oder halb dabei war?</p>
<p>keindrama &#8211; ist Bericht, ist Empfehlung, ist Frage, ist Kritik, ist Eindruck, ist Ausprobieren, ist Plattform, ist Kommunikation, ist Bühne. Ist, was wir wollen. Denn ist, was wir machen.</p>
<p>Vorhang.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2011/03/23/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns-uber-den-anspruch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Über den Anspruch</title>
		<link>http://keindrama.net/2011/02/27/uber-den-anspruch/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2011/02/27/uber-den-anspruch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 00:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=962</guid>
		<description><![CDATA[Geständnisse eines Bloggers. Ich bin gegen halbe Sachen im Internet und mir unsicher&#8230; über das Projekt, dass sich einst &#8220;KeinDrama&#8221; taufte. Über Theater. Schreiben. Was ist das Ziel? Den endlosen Kritiken, von Profis noch eine hinzuzufügen? Gibt es dem scheinbar endlosen noch etwas hinzu zufügen? Dinge die ich gesehen und zu denen ich geschwiegen habe:
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geständnisse eines Bloggers. Ich bin gegen halbe Sachen im Internet und mir unsicher&#8230; über das Projekt, dass sich einst &#8220;KeinDrama&#8221; taufte. Über Theater. Schreiben. Was ist das Ziel? Den endlosen Kritiken, von Profis noch eine hinzuzufügen? Gibt es dem scheinbar endlosen noch etwas hinzu zufügen? Dinge die ich gesehen und zu denen ich geschwiegen habe:</p>
<p>Der Geizige (Gorki)<br />
Der Drache (HMT Rostock)<br />
Onkel Wanja (DT)<br />
Amazonas (Gorki)<br />
Andorra (Theater Päd. Seminar &#8211; Ev Hochschule Berlin)<br />
Aladin (Goethe-Gymnasium Schwerin)<br />
Monster Mythen Mutationen. Trash (Mix &#8211; HMT Leipzig, Halle, Ernst Busch Berlin)<br />
Ausarten. Um uns und die Kunst. (Schwerin)</p>
<p>Großes und kleines Theater. Das waren alles großartige Momente, eindrückliche Erlebnisse, Erfahrungen und kann ich empfehlen, auf der Suche nach Kunst und einem Blick für diese Wirklichkeit. </p>
<p>Was noch viel schlimmer ist&#8230; ich habe ein Semester Theaterpädagogik gehabt, habe ein Seminar über Impro Theater besucht, war bei den Gorillaz auf der Bühne, zum Proben. Und was ist jetzt mit Phrasen, mit Hülsen, mit längst Durchgekautem im Internet? Ich will nicht über großartige Stücke eine Rezension schreiben. Ich will als Laie nicht andere bewerten. Ich will eigentlich gar nicht bewerten. Eigentlich war dieser Blog als Kommunikationsmittel gedacht. Eigentlich schreibe ich gerne. Ich mag Theater.<br />
Ich muss neu über diesen Raum, diesen Platz, nachdenken. </p>
<p>Lieber Leser, wenn du das hier liest, was denkst du dazu? Gedanken, Ideen, andere Ausdrucksexperimente in die Kommentare. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2011/02/27/uber-den-anspruch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geld ist genug da &#8211; Theater sterben</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/11/22/geld-ist-genug-da-theater-sterben/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/11/22/geld-ist-genug-da-theater-sterben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 17:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=956</guid>
		<description><![CDATA[Es geht längst nicht mehr um Einzelfälle. Drastische Kürzungen der künstlerischen Etats bedrohen die Existenz der Theaterlandschaft insgesamt. Von Halle bis Hamburg, in Dessau, Leipzig und Wuppertal: Überall müssen Theater um ihr Überleben kämpfen, und überall drängen sich grundlegende Fragen auf. Was ist der Hintergrund der bundesweiten Sparbeschlüsse? Sind die einzelnen Fälle miteinander vergleichbar oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht längst nicht mehr um Einzelfälle. Drastische Kürzungen der künstlerischen Etats bedrohen die Existenz der Theaterlandschaft insgesamt. Von Halle bis Hamburg, in Dessau, Leipzig und Wuppertal: Überall müssen Theater um ihr Überleben kämpfen, und überall drängen sich grundlegende Fragen auf. Was ist der Hintergrund der bundesweiten Sparbeschlüsse? Sind die einzelnen Fälle miteinander vergleichbar oder nur aus der jeweiligen Situation vor Ort zu erklären? Kommt in den Subventionskürzungen ein genereller Angriff auf das Ensemble- und Repertoiretheater zum Ausdruck? Wer trifft diese Entscheidungen überhaupt und warum? Und was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn Städte ihr Theater verlieren? Welchen Rückhalt hat das Theater in den Städten, welchen braucht es? Und was ist jetzt zu tun, um dem Ensemble- und Repertoiretheater die Zukunft zu sichern?</p>
<p>Mit <strong>André Bücker</strong> (Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau),<br />
<strong>Annegret Hahn</strong> (Intendantin Thalia Theater Halle), <strong>Sebastian Hartmann</strong> (Intendant Centraltheater Leipzig),<strong> Jack Kurfess</strong> (Geschäftsführender Intendant Schauspielhaus Hamburg), <strong>Knut Nevermann</strong> (Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung in Berlin), <strong>Christian von Treskow</strong> (Intendant Schauspiel der Wuppertaler Bühnen),<br />
Diskussionsleitung <strong>Dirk Pilz</strong> (nachtkritik.de)</p>
<p>Diskussion am Sonntag, 28.11. 2010<br />
um 11.00 Uhr im Maxim Gorki Theater &#8211; Eintritt frei!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/11/22/geld-ist-genug-da-theater-sterben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein deutsches Trauerspiel&#8230; Schließung des Thalia Theaters Halle (Saale)</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/10/17/ein-deutsches-trauerspiel-schliesung-des-thalia-theaters-halle-saale/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/10/17/ein-deutsches-trauerspiel-schliesung-des-thalia-theaters-halle-saale/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 12:21:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Halle]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=938</guid>
		<description><![CDATA[Es ist ein Desaster. Die verbleibende Hoffnung ist gering. Und doch wäre es eine Schande, nichts zu tun…
Heimlich still und leise will Halle an der Saale sein Kinder- und Jugendtheater abschaffen. Ein Theaterhaus voll Geschichte und Geschichten. Ein Spielplan so nah an der Heimatregion des Theaters, dass die Schließung mit dem Wort FREVEL wohl kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es ist ein Desaster. Die verbleibende Hoffnung ist gering. Und doch wäre es eine Schande, nichts zu tun…<br />
Heimlich still und leise will Halle an der Saale sein Kinder- und Jugendtheater abschaffen. Ein Theaterhaus voll Geschichte und Geschichten. Ein Spielplan so nah an der Heimatregion des Theaters, dass die Schließung mit dem Wort FREVEL wohl kaum kommentiert ist. Ein wahres Trauerspiel!!! </p>
<p><a href="http://www.openpetition.de/petition/gezeichnet/schliessung-thalia-theater-halle-saale ">Zeigt Gesicht und helft uns, den kleinen Aufstand zu proben! (hier zu Petition)</a></p></blockquote>
<p>Mich erreichte diese Nachricht. Da ich aus meiner persönlichen Erfahrung weiß, wie wichtig Theater für Jugendliche sein kann, welches Potentital und welche Chancen darin stecken, Kultur, sich selbst und unsere Gesellschaft besser zu begreifen und zu erfahren, bitte ich euch diese Petition zu unterstützen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/10/17/ein-deutsches-trauerspiel-schliesung-des-thalia-theaters-halle-saale/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tabori</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/08/11/tabori/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/08/11/tabori/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 18:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=925</guid>
		<description><![CDATA[Und mal wieder aus den Tiefen des Reiches Youtube.

Wer das Glück hatte, damals im BE dabei gewesen zu sein, der wird diese Hommage so schnell nicht vergessen; es war eine Ehrerbietung an eine große Theaterlegende, an einen exzellenten Dramatiker an einen, dessen Blicke auf die Welt uns immer zum Denken anregten und anregen&#8230;
Leider ist diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und mal wieder aus den Tiefen des Reiches Youtube.</p>
<p><object width="500" height="400"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/HtjiP1gd99Q&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/HtjiP1gd99Q&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="400" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wer das Glück hatte, damals im BE dabei gewesen zu sein, der wird diese Hommage so schnell nicht vergessen; es war eine Ehrerbietung an eine große Theaterlegende, an einen exzellenten Dramatiker an einen, dessen Blicke auf die Welt uns immer zum Denken anregten und anregen&#8230;</p>
<p>Leider ist diese Fassung hier, die im TV ausgetrahlt worden ist, eine etwas gekürzte Version; mir ist unklar, warum man sowas schneiden muss(te) &#8212; Nun denn, ein Sammelsurium für Theaterfreunde ist es allemal&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/08/11/tabori/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Klassenkasper</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/07/04/der-klassenkasper/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/07/04/der-klassenkasper/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 10:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=916</guid>
		<description><![CDATA[Ein Zeit-Artikel von 2000 fiel mir neulich in die Hände. Es ging um Harald Schmidt, ein Interview über seine damals neue Show und wie er als Schauspieler all seine Erfahrungen in die bis heute legendär gebliebene Late-Night-Show einbrachte, sehr interessant!
Hier: noch der direkte Link zur Zeit-Seite 
Der Klassenkasper
Meine Lehrjahre (1): Harald Schmidt, TV-Entertainer
Harald Schmidt, 42, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Zeit-Artikel von 2000 fiel mir neulich in die Hände. Es ging um Harald Schmidt, ein Interview über seine damals neue Show und wie er als Schauspieler all seine Erfahrungen in die bis heute legendär gebliebene Late-Night-Show einbrachte, sehr interessant!</p>
<p>Hier: <a href="http://www.zeit.de/2000/19/200019.c-schmidt_.xml">noch der direkte Link zur Zeit-Seite </a></p>
<h2>Der Klassenkasper</h2>
<p>Meine Lehrjahre (1): Harald Schmidt, TV-Entertainer</p>
<p><!--[ byline ]-->Harald Schmidt, 42,       <em>ist Deutschlands &#8220;Late-Night-König&#8221;. Für seine &#8220;Harald Schmidt Show&#8221; auf Sat.1 wurde der TV-Profi mit Preisen überhäuft. Die Rolle des &#8220;Dirty Harry&#8221; spielte er aber bereits in der Schule. Mit Harald Schmidt starten wir unsere neue Serie, in der Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien von ihren Erlebnissen als Schüler, Studenten oder Lehrlinge erzählen.</em></p>
<p>ARAL. Das erste Wort, das ich lesen konnte, war Aral. Da war ich fünf Jahre alt und ging noch nicht in die Schule. Wie ich lesen gelernt habe, weiß ich nicht mehr, irgendwann konnte ich es halt. Meine Eltern haben mich sehr dafür gelobt.</p>
<p>Ich erinnere mich an viele Details aus meiner Schulzeit. An meine Grundschullehrerin zum Beispiel: Frau Nießner war eine strenge, ältere Dame, für mich eine Autorität, eine Art Johannes Rau im Rock. An den Mathelehrer im Gymnasium, der eine klare, solide Diktatur aufgebaut hatte. An die Mitschüler, die ich ständig verarschte. An den Pausenhof. Da stand ich immer in einer Ecke und kommentierte alles, was passierte.</p>
<p>Ich war sehr früh Klassenkasper und bin das bis zum Schluss geblieben. Ich war eben nicht so problemlos integrierbar, schlecht im Sport, ängstlich. Deshalb habe ich mich hinter Ironie verschanzt. Mit acht oder neun Jahren bekam ich eine Brille &#8211; als erstes Kind in der Klasse. Ein Kassenmodell, graues Horngestell. Heute Kult, so was trägt Oasis, aber damals fand man das schrecklich.</p>
<p>Dass ich aufs Gymnasium gehen würde, stand nie infrage. Denn in der Grundschule hatte ich nur Einsen. Meine Noten blieben auch im Gymnasium erst mal gut. Nur in Betragen hatte ich bald &#8220;befriedigend&#8221;. Für meinen Vater der Horror, schlimmer als eine Fünf in Mathe. Ich war permanent vorlaut, redete im Unterricht ständig dazwischen.</p>
<p>Verweise und blaue Briefe waren mir Wurscht, Noten irgendwann auch. Etwa in Sport. Als ich für das Abitur eine Geräteübung vorturnen sollte, habe ich mir zehn Minuten lang die Hände mit Magnesium eingerieben. Dann einmal kurz am Reck hochgezogen, das war&#8217;s. Die Halle hat getobt vor Lachen, es gab Standing Ovations. Und ich bekam eine Sechs.</p>
<p>In der zwölften Klasse bin ich durchgefallen, mit fünf Fünfen im Zeugnis, ich hatte jahrelang kaum gelernt. In Latein konnte ich irgendwann nicht mehr erkennen, was ein Eigenname und was ein Verb ist. Einen Satz wie &#8220;Die Schiffe verlassen den Hafen&#8221; habe ich mit &#8220;Die Ithaker standen am Büfett&#8221; übersetzt.</p>
<p>Wichtiger als das Lernen war in den letzten Schuljahren die Vorbereitung auf meine Schauspielerkarriere. Ich war der offizielle Schul-Entertainer, habe das Schultheater geleitet. Außerdem bin ich ständig von Nürtingen, wo ich wohnte, nach Stuttgart ins Theater gefahren. Sobald ein Schauspieler dort einen neuen stimmlichen Manierismus draufhatte, habe ich den imitiert.</p>
<p>Dass ich die Aufnahmeprüfung für die Stuttgarter Schauspielschule bestehen würde, habe ich nie bezweifelt. Von 80 Bewerbern wurden 4 ausgewählt, ich war dabei. Meine Kollegen dort hielten mich für oberflächlich. Es war damals in, nicht sprechen zu können und ständig Heulkrämpfe zu haben. Doch ich wollte schon da ganz vorne stehen, viel Licht und die meisten Lacher haben.</p>
<p>Die Ausbildung dauerte drei Jahre: Gruppen- und Einzelunterricht, Körpertraining, Improvisation, Sprechtraining. Ich fand das toll und wichtig. Aber ich denke, ich wäre heute nicht der, der ich bin, ohne meine Erfahrungen aus der Schulzeit. Eigentlich verwerte ich die Beobachtungen von damals permanent in meiner Show: versoffene Zahnarztfrauen, verpisste Damentoiletten auf dem Ausflug der katholischen Kirchengemeinde, die Pauker, die Streber &#8211; alles. Man muss das selbst mitgemacht haben, um es später verspotten zu können. Nicht ohne Grund gibt es keinen Komiker, der aus der Oberschicht kommt.</p>
<p><em>Aufgezeichnet von Sigrun Albert</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/07/04/der-klassenkasper/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hedda Gabler in der Schaubühne</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/06/08/hedda-gaber-in-der-schaubuhne/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/06/08/hedda-gaber-in-der-schaubuhne/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 22:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Schaubühne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=906</guid>
		<description><![CDATA[Hedda Gabler ist eine echte Inkarnation des Bösen. Und ist es nicht interessant: Wann immer man auf eine solche in weiblicher Form stößt, sei es in der Literatur, im Film, im Theater, so ist es doch meistens eine, die der vollen Weiblichkeit entspricht – falls es so etwas überhaupt gibt –, die ihre erotischen Reize [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hedda Gabler ist eine echte Inkarnation des Bösen. Und ist es nicht interessant: Wann immer man auf eine solche in weiblicher Form stößt, sei es in der Literatur, im Film, im Theater, so ist es doch meistens eine, die der vollen Weiblichkeit entspricht – falls es so etwas überhaupt gibt –, die ihre erotischen Reize zur Waffe macht, immer oszillierend zwischen Eros und Thanatos. Gefährlich und sexy. Oder: Gefährlich, weil sexy. So sind die weiblichen Bösen der Kulturgeschichte.</p>
<p>Erfrischend spröde dagegen erscheint dem Zuschauer die Hedda Gabler der Schaubühne. Katharina Schüttler hat alles Warme – und eben auch alles Heiße – aus ihrer Figur verbannt: Sie ist die Inkarnation des Bösen, weil sie mit jeder Faser ihres Körpers Kühle, Härte und Gleichgültigkeit gegen andere verkörpert – und das selbst beim Anbandeln mit dem Anwalt ihres Mannes, bei der Wiederbegegnung mit ihrem Früher-mal-Geliebtem. Sie scheint resistent gegen die Gefühle und Schicksale ihrer Mitmenschen, kann weder für Mann noch potentiellen Geliebten noch Freundin Mitleid aufbringen.  </p>
<p>In charmanten Gegensatz zu ihr setzt sich gekonnt Lars Eidinger, der als Heddas Mann seine Figur die volle Harmlosigkeit verkörpern lässt. Jörgen Gabler, ein aufstrebender Historiker mit Professuraussicht, ist ich-bezogen und verblendet; obwohl seine ganze Sorge seiner Frau, ihrem Wohlbefinden und der gemeinsamen Zukunft gilt, ist er doch nicht in der Lage, Heddas wahren Charakter und ihre wahren Bedürfnisse zu erkennen. Er jagt Idealbildern nach, hält Illusionen aufrecht, ohne Sinn für die Realität, ohne zu merken, dass seine Ehe auf Lügen aufgebaut ist. Und dabei spielt Eidinger diesen Jörgen so wunderbar naiv, unendlich unbedarft, unendlich gutherzig.</p>
<p>Trotz dieser eindeutig scheinenden Sympathieverteilung gelingt es Regisseur Thomas Ostermeier in seiner klugen Inszenierung, das Gleichgewicht zu halten. Er macht dem Zuschauer das Urteilen schwer, denn in diesem Stück von Henrik Ibsen trägt jede Figur eine Teilschuld. Sie alle leben in ihren Scheinwelten mit ihren Scheinwahrheiten, belügen sich selbst und benutzen andere, um ihre Lügen aufrecht erhalten zu können. Sie schaffen Abhängigkeiten, um sich selbst Konsistenz zu geben. Es geht um Macht und um die Frage nach Aufrichtigkeit.</p>
<p>Den Darstellern gelingt es sehr gut, diese Themen herauszukristallisieren und den Text immer wieder stärker zu spielen, als er in dieser furchtbaren und unpassend modernisierten Fassung, die die Schaubühne präsentiert, eigentlich ist. Man sieht den Figuren dabei zu, wie sie einander und sich selbst zugrunde richten, und das zu lakonischer Beach-Boys-Musik: „I may not alwyas love you/ but long as there are stars above you“. Und: „God only knows, what I’d be without you.“</p>
<p>Zum Schluss weiß auch der Zuschauer, what he&#8217;d be without her: Hedda erschießt sich, Jörgen bleibt zurück. Die Inszenierung unterstellt: mit altem Freund und alter Tante, vielversprechendem Buchprojekt und neuer Freundin in Aussicht. Das wirkt frech sarkastisch in Anbetracht dessen, was in den letzten zwei Stunden da auf dieser wunderbaren Drehbühne mit Spiegeleinsatz und Videoprojektionen alles kaputt gegangen ist. In Beziehungen. In Menschen. Aber vielleicht – ist es ja im wirklichen Leben manchmal tatsächlich so.</p>
<p>Lydia Dimitrow</p>
<p>&#8220;Hedda Gabler&#8221; in der Schaubühne am Lehniner Platz. Gesehen am 05.06.10. Weitere Infornationen <a href="http://www.schaubuehne.de/de_DE/program/repertoire/9411">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/06/08/hedda-gaber-in-der-schaubuhne/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

