<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KeinDrama &#187; Bericht</title>
	<atom:link href="http://keindrama.net/category/bericht/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://keindrama.net</link>
	<description>Es gibt kein Leben neben Theater.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 Jul 2011 08:30:15 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>EFFI BRIEST LIVESTREAM &#8211; Volkstheater Rostock</title>
		<link>http://keindrama.net/2011/03/25/effi-briest-livestream-volkstheater-rostock/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2011/03/25/effi-briest-livestream-volkstheater-rostock/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 17:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Effi Briest]]></category>
		<category><![CDATA[Rostock]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=984</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde.
Es ist mehr oder weniger bekannt, dass das Große Haus des Volkstheater
Rostock plötzlich und für die Mitarbeiter (so auch für mich) sehr unerwartet für Besucher geschlossen werden musste. Die Gründe dafür sind brandschutztechnischer und baupolizeilicher Natur, mit Sicherheit gibt es aber noch andere,&#8221;inoffizielle&#8221; Gründe abseits der lange bekannten Mängel.
Wir, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde.</p>
<p>Es ist mehr oder weniger bekannt, dass das Große Haus des Volkstheater<br />
Rostock plötzlich und für die Mitarbeiter (so auch für mich) sehr unerwartet für Besucher geschlossen werden musste. Die Gründe dafür sind brandschutztechnischer und baupolizeilicher Natur, mit Sicherheit gibt es aber noch andere,&#8221;inoffizielle&#8221; Gründe abseits der lange bekannten Mängel.</p>
<p>Wir, das Schauspielensemble, steckten mitten in den Proben für &#8220;Effi Briest&#8221;, als wir von der Schließung des Hauses durch die Presse erfuhren. Wir haben uns entschlossen weiter zu proben, in der Ungewissheit, ob und wo es zu einer Premiere kommen würde.<br />
Dies steht nun fest:</p>
<p><strong>Die Premiere findet wie geplant am *Samstag den 26. 03. um 19:30* statt</strong>, im<br />
*Großen Haus*<br />
des Volkstheater Rostock und zwar vor leerem Saal, ohne Publikum.</p>
<p>Sie und Ihr können und könnt aber trotzdem dabei sein: die Premiere wird per LIVESTREAM im Internet übertragen, und zwar auf einer eigens dafür eingerichteten Seite, deren Link auf der Homepage des Volkstheaters zu finden sein wird:</p>
<p>http://www.volkstheater-rostock.de</p>
<p>Dies soll und kann ausdrücklich KEIN ERSATZ für ein Theaterpremieren-<br />
Erlebnis sein. Wir wollen damit aufmerksam machen auf die untragbare Situation unseres Theaters, auf unseren Willen, uns nicht von unserem Publikum trennen zu lassen, als Signal:</p>
<p><strong>WIR SPIELEN WEITER!</strong></p>
<p>Wer Lust hat, dieses Ereignis in Rostock zu verfolgen, ist herzlich<br />
eingeladen, der Übertragung im Rostocker M.A.U. Club, der anderen Buchhandlung oder im Cafe M beizuwohnen und im Anschluss mit uns im M.A.U. Club zu feiern.</p>
<p>Ansonsten freuen wir uns über jeden Zuschauer, egal wo, und wer uns auch nur mit einem click für den Zähler erfreuen möchte, sei auch dazu herzlichst aufgefordert!</p>
<p>Viele herzliche Grüße,</p>
<p>Lisa Flachmeyer</p>
<p>P.s.: gerne zum Weiterleiten frei! Je größer das öffentliche Interesse, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Missstände zu Chancen werden können.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2011/03/25/effi-briest-livestream-volkstheater-rostock/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das machen wir doch nicht nur für uns!</title>
		<link>http://keindrama.net/2011/03/02/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2011/03/02/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 16:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[TaGGS]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=969</guid>
		<description><![CDATA[Auf den Block vor mir sind noch einige Worte hingekritzelt. In meinen Gedanken bewege ich mich in einem Atelier. Neun Schüler zeigen mir etwas von sich. Ihre Suche. Ihre Fragen. Ihre Kunst.
Ihr Raum, ihre Bühne, ist gefüllt mit Instrumenten, mit Leinwänden, mit Kostümen, Bildern, kleinen Rampen und Podesten, Farben und Musik. Als ich mich setze, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den Block vor mir sind noch einige Worte hingekritzelt. In meinen Gedanken bewege ich mich in einem Atelier. Neun Schüler zeigen mir etwas von sich. Ihre Suche. Ihre Fragen. Ihre Kunst.<br />
Ihr Raum, ihre Bühne, ist gefüllt mit Instrumenten, mit Leinwänden, mit Kostümen, Bildern, kleinen Rampen und Podesten, Farben und Musik. Als ich mich setze, wird mir klar, dass das Stück längst begonnen hat. Ich befinde mich im Sog.</p>
<p><em>Randnotiz:</em> Der Mitschüler muss dein Freund bleiben, auch wenn er Lyrik schreibt und wenn er stundenlang üben muss jeden Tag.</p>
<p>Ich erlebe einen Gedankenfluss, ich fühle ihm nach. Ich spüre die Fragen und eine leidenschaftliche, manchmal verzweifelte Suche. Das Hin- und Hergeworfenwerden zwischen den Meinungen der anderen und den eigenen Sehnsüchten. Ist Kunst die sichere Welt? Was ist, wenn ich scheitere, wenn ich enttäusche? Reicht mein Talent? Verstehen sie überhaupt, was ich mache? Wie viel ist Kunst wert? Kann ich ernsthaft für die Kunst leben?<br />
Zwischen ermutigenden und entmutigenden Stimmen steht die Frage nach dem &#8220;wirklichen&#8221; Leben.<br />
Das Atelier wird zum bewegten Bild, zur Projektionsfläche. Das Bild des Malers verlässt seinen Kopf, wird lebendig, wird zu Musik, Tanz und Emotionen. Es zeigt den Kampf mit sich selbst und mit der Kunst.<br />
Ich habe einige junge Menschen gesehen, die ehrlich fragten, wie die Balance aussehen kann zwischen einem &#8220;Sich-an-die-Kunst-Verschwenden&#8221; und dem &#8220;In-der-wirklichen-Welt-Leben&#8221;. Hier ist kein Platz für billige Antworten, sondern für eine aufrichtige Suche nach wirklichem Leben und der eigenen Position.<br />
<em>Sich orten, Mensch sein und Kunst machen.</em></p>
<p><strong>Was ist eigentlich Kunst?</strong><br />
<em>Randnotizen: </em>Das Undefinierbare definieren, das Unfassbare fassen, Kunst be-er-greifen.</p>
<p>Kunst wird hier zum Schlüsselwort, denn es weist hin auf das menschliche Grundbedürfnis, Kreativität auszuleben. Kunst ist ein Produkt menschlicher Kreativität. Und besonders kreative Menschen müssen dann darin und dadurch leben. Wir nennen sie Künstler. </p>
<p><strong>Ich sah:</strong> &#8220;Ausarten. Um uns und die Kunst&#8221;<br />
<strong>von:</strong> TaGGS (Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin)<br />
<strong>Nächste Aufführung:</strong> 10 März, 20Uhr<br />
<strong>Ort:</strong> Aula, Goethe-Gymnasium</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2011/03/02/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tout va bien &#8211; Alain Buffard</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/10/11/tout-va-bien-alain-buffard/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/10/11/tout-va-bien-alain-buffard/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 22:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Tanztheater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=933</guid>
		<description><![CDATA[!KEIN DRAMA &#8211; JETZT AUCH AUS DER SCHWEIZ!
Gegen den Drill richtet sich Alain Buffards Tanztheaterstück Tout va bien, das am 2. und 3. Oktober im théâtre ARSENIC in Lausanne zu sehen war. In diesem Stück voller Gewalt und Sexualität geht es vor allem um Macht: darum, wie sie sich verschieben kann, darum, was es bedeutet zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>!KEIN DRAMA &#8211; JETZT AUCH AUS DER SCHWEIZ!</strong></p>
<p><strong>Gegen den Drill</strong> richtet sich Alain Buffards Tanztheaterstück <strong>Tout va bien</strong>, das am 2. und 3. Oktober im théâtre ARSENIC in Lausanne zu sehen war. In diesem Stück voller Gewalt und Sexualität geht es vor allem um Macht: darum, wie sie sich verschieben kann, darum, was es bedeutet zu unterdrücken, unterdrückt zu werden, sich anzupassen.</p>
<p>Während auf der Bühne Texte aus Kubricks <em>Full Metal Jacket</em> und Brechts <em>Dreigroschenoper</em> mit Gesangsstücken aus dem 18. Jahrhundert versetzt werden, fühlt der Zuschauer sich keineswegs wohl. Die Bilder und Szenen, die die Tänzer/Schauspieler da auf der Bühne entstehen lassen, bereiten eher fast körperliches Unbehagen; man kann es kaum aushalten, will aufstehen, will, dass es aufhört – und gleichzeitig spürt man, dass es hier kein Entziehen gibt. Dass der Drill überall lauert, der Drill, die Anpassung, die Ignoranz, die Gewalt.</p>
<p><em>Tout va bien</em> ist ein Stück, das einen überrascht, nicht nur ob seiner Textlastigkeit &#8211; Texte in französisch, englisch, hebräisch und deutsch &#8211; sondern auch ob der Musik: Gesangssoli und Duette, Chorgsang und Akkordeonmusik, alles von den Tänzern auf der Bühne umgesetzt.</p>
<p>Es lässt einen nicht mehr los, Alain Buffards Stück, in dem nicht mal scheinbar alles gut ist. Wenn man sich eine Woche später den Trailer zum Stück auf youtube ansieht (<a href=" http://www.youtube.com/watch?v=OBMKy-QDn2w">unbedingt ansehen!</a>), kommt die Gänsehaut zurück.</p>
<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OBMKy-QDn2w?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/OBMKy-QDn2w?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="306"></embed></object></p>
<p>Tout va bien &#8211; der schönste Euphemismus des europäischen Tanztheaters.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/10/11/tout-va-bien-alain-buffard/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Besuch in der Heimat &#8211; Unser Haus</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/06/30/besuch-in-der-heimat-unser-haus/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/06/30/besuch-in-der-heimat-unser-haus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 23:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[TaGGS]]></category>
		<category><![CDATA[Theater in der Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=909</guid>
		<description><![CDATA[„I will live forever“ dröhnt es an mein Ohr. Ich sitze in einem Raum mit nackten Betonwänden, auf einem Campingstuhl, um mich herum tanzen ausgelassen junge Menschen. Die Wände sind mit vielen Farben beschmiert, ergeben ein bizarres Bild im Licht des Scheinwerfers.
Farbe, Räume, Geschichten gehen mir durch den Kopf. Kopfkino.
„I will live forever…“ und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„I will live forever“ dröhnt es an mein Ohr. Ich sitze in einem Raum mit nackten Betonwänden, auf einem Campingstuhl, um mich herum tanzen ausgelassen junge Menschen. Die Wände sind mit vielen Farben beschmiert, ergeben ein bizarres Bild im Licht des Scheinwerfers.</p>
<p>Farbe, Räume, Geschichten gehen mir durch den Kopf. Kopfkino.<br />
„I will live forever…“ und ich spüre wie dieser Ort seinem Ende entgegensieht. Ich weiß um seinen Abriss. Es war sein letzter großer Auftritt. Game Over.</p>
<p>Wie beginnt man eine Geschichte, deren Anfang und Ende man nicht kennt?<br />
Ich bin einer Einladung gefolgt: <a href="http://www.taggs-schwerin.de/?p=352">Theatergruppe hat Haus, aus Dornröschenschlaf geweckt.</a><br />
Der Plattenbau wird abgerissen werden, aber vorher wollen Schüler das Haus besetzen und seine und ihre Geschichten erzählen.<br />
Es ist 18:50Uhr und während ich aus dem Auto steige, sehe ich schon eine Ansammlung von Menschen vor einem großen kastenförmigen Betongebäude. Mitten in einem sozial schwachen Plattenbaugebiet. Leer stehende Blocks, die Nachbarn sind ein Obdachlosenheim und Carisatt.</p>
<p>Man kennt die Geschichte dieses Bezirks und bringt seine eigenen Gedanken mit. Hier rechnet man mit erschütternden Geschichten sozial schwacher Randgruppen. Was könnte mir sonst so ein Haus erzählen?<br />
Hier war bis vor 20 Jahren ein Zuzugsgebiet, ein Arbeiterwohnheim, vor allem für Vertragsarbeiter aus Vietnam, dann für Asylbewerber und Spätaussiedler, ein Übergangsquartier für alle möglichen Menschen in Übergangssituationen, schließlich auch ein muslimisches Zentrum und seit 7 Jahren &#8211; nichts. Ein Plattenbau -gebaut mit großen Ambitionen des DDR-Staates. „Wohnen am Park“ und „positive Sozialprognose“ haben dieses Projekt begleitet. Der Abriss ist für August 2010 geplant. Wenn Geld dafür da ist.<br />
Ich begebe mich unter die Leute, sehe bekannte Gesichter, schließe mich einer Gruppe (Familie) von Besuchern an, erwerbe ein Programmheft und warte.</p>
<p>Noch vor dem HAUS sehen wir die grauen Wände, die Farbe, die abbröckelt, und die Spieler beginnen ihr Spiel. Ein Spiel mit dem Klischee, mit der Fantasie, mit Vorurteilen und bitterbösem Humor, der betroffen und nachdenklich macht. Der unsere Sicht auf Menschen und Stadtteile, sei es Berlin-Marzahn oder Schwerin-Großer Dreesch, hinterfragt. Da krepiert der Lacher im Hals, da verschluckt man sich an der Realität. Trotzdem kommt keine Moral, sondern ich bleibe bei mir und bin Zuschauer.<br />
Hier werden einmal meine Erwartungen gebrochen, damit ich mich einlassen kann auf das Filigrane, auf das Wirkliche, das Eigentliche, das Persönliche.<br />
Es beginnt ein Rundgang, eine Führung, von Wohnung zu Wohnung, von Raum zu Raum, von Geschichte zu Geschichte, von Beobachtung zu Beobachtung, von Gedanke zu Gedanke, von Traum zu (Alp)Traum. 2 Etagen, 5 Abteilungen, 29 Räume, 4 Ausstellungen, 33 Spieler.</p>
<p>Die folgende Stunde ist wie Kaninchenbau, ist Wunderland, ist Kindheit, ist Suche. Das weiße Kaninchen hat grüne Fußabdrücke, die Grinsekatze eine Trillerpfeife. Ich bin Alice und folge Treppe rauf und runter, durch scheinbar endlose Flure.</p>
<p>Es geht ums Wohnen, ums Leben, um Zukunft. Es geht um Schönheit, um Träume, um Glauben, um Liebe, um Ängste… dieses Haus ist ein Museum geworden, ein Fundort persönlicher Geheimnisse und Gedanken. Manche so leise geflüstert, dass sie im Stimmengewirr untergehen, manche an die Wand geschlagen, geschrieben. Sie sind allgegenwärtig. Ich verlasse keinen Raum, wie ich ihn betreten habe. Dieses Haus lebt, für einige Minuten, voller Stimmen, voller Menschen, voller Erinnerungen einer alten und den Träumen einer neuen Generation. Ich lese Wände wie Tagebücher, sehe Parolen und bekomme eine Ahnung von Geschichte. Es ist so vielseitig wie einzigartig, so persönlich wie künstlerisch. Die Räume erzählen, die Spieler erzählen und gemischt mit meinen Gedanken, ergibt es einen Sog, in dem sich viele Bilder vermischen und doch einzeln gesehen werden. Ein einzigartiges Theatererlebnis, wo ich mit wenigen Menschen in einem dunklen Raum, ohne Fenster und mit 8 Türen, stehe und ein Spieler rennend an den Türen rüttelt, den Ausgang sucht und die Frage nach dem „Woher? Wohin?“ stellt.</p>
<p>Es begleiten mich Beklemmung, Trostlosigkeit, so wie mich Ideen und Räume beschäftigen, ich über Träume schmunzeln und über Geschichten staunen muss.</p>
<p>Und wie Alice verlasse werde ich das Wunderland… ohne alles gesehen zu haben. Aber wie Alice nehme ich etwas nach Hause mit und bin mir sicher, dieser Abend „will live forever“.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/56541311@N00/sets/72157624233613972/">ein paar Bilder hier&#8230;</a><br />
<a href="http://taggs-schwerin.de"> Mehr unter: taggs-schwerin.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/06/30/besuch-in-der-heimat-unser-haus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schlossfestspiele und junge Bühne Blog</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/06/04/schlossfestspiele-und-junge-buhne-blog/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/06/04/schlossfestspiele-und-junge-buhne-blog/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 22:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[junge bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Schlossfestspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=901</guid>
		<description><![CDATA[Letzte Woche noch beim ttj getippt, kann ich diese Woche mich wieder ganz dem lesen und beobachten widmen. Seit einer Weile habe ich den Blog der Zeitschrift: „Jungenbühne“  im Feed Reader. Unter „Block&#8217;n'Roll“ ist ein Link zu finden. Jetzt gerade wird eine ganz interessante Reihe über die Schweriner Schlossfestspiele gebracht. Junge engagierte Blogger, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche noch <a href="http://blog.theatertreffen-der-jugend.de/">beim ttj getippt</a>, kann ich diese Woche mich wieder ganz dem lesen und beobachten widmen. Seit einer Weile habe ich den Blog der Zeitschrift: „Jungenbühne“  im Feed Reader. Unter „Block&#8217;n'Roll“ ist ein Link zu finden. Jetzt gerade wird eine ganz interessante Reihe über<a href="http://www.die-junge-buehne.de/blog/?cat=235"> die Schweriner Schlossfestspiele</a> gebracht. Junge engagierte Blogger, da muss jetzt hier einfach mal Werbung gemacht werden. Frohes stöbern.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/06/04/schlossfestspiele-und-junge-buhne-blog/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>12. Lange Buchnacht in der Oranienstraße</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/05/13/12-lange-buchnacht-in-der-oranienstrase/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/05/13/12-lange-buchnacht-in-der-oranienstrase/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 May 2010 22:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Auftritt]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Experiment]]></category>
		<category><![CDATA[Lange Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Lesebühne]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=876</guid>
		<description><![CDATA[Ja, Berlin steht auf lange Nächte. Und ganz besonders eben auf lange Kulturnächte.
Schon zum 12. Mal widmeten Kreuzberger Buchhändler und Gastwirte eine ganze Nacht den Autoren, Kulturschaffenden der Welt &#8211; na ja, zumindest Deutschlands &#8211; und natürlich vor allem: dem Publikum. So konnte man am 8. Mai 2010 von 14.00-01.00 Uhr mit freiem Eintritt an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Berlin steht auf lange Nächte. Und ganz besonders eben auf lange Kulturnächte.</p>
<p>Schon zum 12. Mal widmeten Kreuzberger Buchhändler und Gastwirte eine ganze Nacht den Autoren, Kulturschaffenden der Welt &#8211; na ja, zumindest Deutschlands &#8211; und natürlich vor allem: dem Publikum. So konnte man am <strong>8. Mai 2010</strong> von 14.00-01.00 Uhr mit freiem Eintritt an rund 50 Orten diverse Lesungen, Präsentationen, Vorträge; Kulturveranstaltungen erleben, und dabei gleich das Kreuzberg rund um das Kottbusser Tor ein wenig näher kennen lernen. Denn die Orte waren vielfältig: von sämtlichen Kneipen und Bars in der Oranienstraße und unmittelbarer Umgebung, über Eiscafés und Kindergärten, Bibliotheken und Bücherläden, Feuerwehrwagen und Kino bis hin zum Kreuzberg Museum und dem legendären SO 36 beteiligte sich wohl jeder Ort rund um die Oraninestraße, der auch nur annähernd Platz für ein Publikum bieten <em>könnte</em>. So vielfältig wie die Veranstaltungsorte waren dann auch die Veranstaltungen selbst: Es gab Musik und Film, Büchertausch und Bildpräsentationen, es lasen Autoren und auch ganze Lesebühnen, Lyrik, Szenen, Geschichten, es wurde geslamt und gesungen, gezeigt und gefragt, signiert und gekauft. Man konnte viel Neues entdecken auf dieser langen Buchnacht, aber auch altbekannte Gesichter endlich mal wieder live sehen.</p>
<p>Aber &#8211; man musste zusammenrücken in dieser Nacht, mehr als einmal, denn nicht jede Kreuzberger Bar hat Platz für mehr als fünfzig Gäste, auch nicht jeder Buchladen, und nicht immer reichte der Blick durch die Fensterscheibe. Trotzdem blieb man manchmal draußen stehen, um eben doch etwas hören zu können, oder man stand zwischen Kuchenvitrine und Toilette, aber oft musste man auch einfach einen geplanten Programmpunkt von der Liste streichen, weil es absolut kein Reinkommen mehr gab. Dann hieß es: Spontan Sein und Weiterziehen. Und nichts fiel einem leichter auf dieser Buchnacht als dies, denn letztendlich gehörte auch dieses Weiterziehen, Umschwenken, Reinquetschen, Durch-Türen-Hören zu den Dingen, die dieser langen Nacht ihren ganz besonderen Charme verliehen. Diesen familiären Rumpel-Charme, durch den sich niemand ausgeschlossen fühlt &#8211; auch wenn man manchmal einfach nicht mehr reingepasst hat. Es ist vor allem genau dieser Charme, dieses besondere Gemeinschaftsgefühl mit Entdecker-und-Erlebnis-Hauch, der die <strong>12. Lange Buchnacht in der Oranienstraße</strong> dann von anderen langen Nächten Berlins unterscheidet &#8211; und so sympathisch macht.</p>
<p>Vielleicht ist Charme auch das falsche Wort, vielleicht sollte man eher von einer ganz besonderen Magie sprechen, die dieser Abend hatte, eine Magie, die zum Beispiel im <strong>eis36</strong> (Adalbertstraße 96) zu spüren war. Das Eiscafé regte mit seiner Aktion &#8220;My book ist your book and your book is mine!&#8221; zu einem ganz besonderen Büchertausch an. Mybook anstelle von myspace. Da saß ein runzliger Flamenco-Gitarren-Opa unter einer Troddel-Stehlampe und spielte und sang, und wenn er nicht sang, dann rezitierte der Runzel-Opa neben ihm spanische Texte zu der Flamenco-Musik, während man seine alten oder ungeliebten oder doppelt vorhandenen Bücher gegen neue Schätze tauschte. Schätze in allen möglichen Sprachen zu allen denkbaren Themen. Wenn das nicht magisch ist.</p>
<p>Wo wir schon bei 36 sind: Ein besondere Zufluchtsort wurde an diesem Abend übrigens das <strong>SO36 </strong>(Oranienstraße 190), das ob seiner Größe jeden Woanders-nicht-Reingekommenen noch aufnehmen konnte und mit seinem Fast-Ohne-Pausen-Programm auch einiges zu bieten hatte. So las dort zum Beispiel <strong><a href="http://www.verbrecherverlag.de/autor/62">Knud Kohr</a></strong> aus seinem Roman <em>In Cuxhaven</em>, in denen Geschichten von Zahnspangendosen klauenden Jungs und Eierlikör trinkenden Tanten erzählt werden, Geschichten von Kindheit, von alten Versprechen, Heimkehr und natürlich auch von der Liebe, und das alles in manchmal komischen, manchmal ernsten Ton, aber immer wunderbar leicht und sehr unterhaltsam.</p>
<p>Auch unterhaltsam, aber weniger leicht ging es zu, als <strong><a href="http://www.barbarayelin.de/">Barbara Yelin</a></strong> ihre Graphic Novel <em>Gift</em> (zusammen mit <strong>Peer Meter</strong>) in Wort und Bild im Comic-Laden <strong>Modern Graphics</strong> (Oranienstraße 22) vorstellte. Es geht in diesem historischen Roman im Comic-Gewand nämlich um die Giftmörderin Gesche Gottfried, die in Bremen Anfang des 19. Jahrhunderts 15 (!) Menschen mit Mäusebutter ermordet hat. Auch wenn die Zeichnerin sich selbst und diesen historischen Stoff nur allzu ernst nahm und zum Teil geradezu pedantisch Entstehungsumstände des Comic-Bands sowie historische Hintergründe referierte, konnte bei den Zuhörern trotzdem keine trübe Stimmung aufkommen; wie auch &#8211; wenn man neben gefühlten tausend anderen Besuchern auch noch von Barbapapa &amp; Co. umgeben ist.</p>
<p>Absoluter Höhepunkt der langen Buchnacht war auch an <em>Modern Graphics</em> geknüpft: Auf der Straße, vor den Schaufenstern des Comicladen spielte um 24.00 Uhr <a href="http://www.myspace.com/orchestreminiatureinthepark"><strong>OMP &#8211; das Orchestre Miniature in the Park</strong></a>. Und das unter strengen Vorgaben: Es wurden nur Kinderinstrumente benutzt (Kindergitarre, Kinderbass, Triola, Kinderschlagzeug, Kinderschellenreif, Kinderblockflöte, Kindersaxophon, Kinderxylophon&#8230;) und in allen gecoverten Songs mussten die Wörter &#8220;Sonne&#8221; oder &#8220;Sommer&#8221; vorkommen. Es war ein Fest! Mit besten Chorgesängen aller Barbershop, einem extrovertieren Frontsänger, engagierten Musikern trotz Kinderinstrumente und einem Repertoire von Cream bis Tocotronic rockte dieses OMP die Nacht &#8211; zum Mitsingen, zum Mittanzen. Dieser Sack voll Musiker boten den buchstäblichen krönenden Abschluss für diese 12. lange Buchnacht.</p>
<p>Wer in diesem Jahr nicht dabei sein konnte &#8211; am 14. Mai 2011 wird die <a href="http://www.lange-buchnacht.de/index.html">13. lange Buchnacht in der Oranienstraße </a>stattfinden. Wer dann nicht dabei sein kann &#8211; ist selber schuld. Denn diese lange Nacht wird sicher eine der schönsten Nächte des Jahres sein.</p>
<p>Lydia Dimitrow.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/05/13/12-lange-buchnacht-in-der-oranienstrase/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mord in Kreuzberg</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/05/11/mord-in-kreuzberg/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/05/11/mord-in-kreuzberg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 May 2010 11:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[BKA Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Impro Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=871</guid>
		<description><![CDATA[Tatzeit: Donnerstag zwischen 20 und 22Uhr.
Tatort: BKA Theater
Täter: Paternoster
Motiv: Volksbelustigung. MordArt
Wir steigen die Treppen, denn der Fahrstuhl ist langsam. Wir betreten den Saal. Links Bühne, diverse Instrumente, ansonsten Schwarz. Rechts Stühle, Tische und wir.
Improvisationstheaterkrimi.
Der Plot wird gestaltet vom Publikum. Fest steht, dass wir uns im alten Rom befinden. Mordarten können via Papyrus vorher gebracht werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tatzeit: Donnerstag zwischen 20 und 22Uhr.<br />
Tatort: <a href="http://www.bka-theater.de/">BKA Theater</a><br />
Täter: <strong>Paternoster</strong><br />
Motiv: Volksbelustigung. <strong>MordArt</strong></p>
<p>Wir steigen die Treppen, denn der Fahrstuhl ist langsam. Wir betreten den Saal. Links Bühne, diverse Instrumente, ansonsten Schwarz. Rechts Stühle, Tische und wir.<br />
Improvisationstheaterkrimi.<br />
Der Plot wird gestaltet vom Publikum. Fest steht, dass wir uns im alten Rom befinden. Mordarten können via Papyrus vorher gebracht werden, wird später durch ein Orakel  gezogen.<br />
Personen, Berufe, Opfer, Namen, Orte, Indizien werden durch den Willen des Volkes bestimmt.<br />
Columbos Kurruptus ermittelt, denn Kaiser Titus Tinitus wurde erstochen in der Ziegenmilch Recyclinganlage gefunden.<br />
Verdächtig sind Pupulus, der Jüngling am Hof, Nervia, die Schwiegermutter, Interrupta die Ausländische Sklavin. Stevus ist der Musiker, Wächter, Bote für alle Gelegenheiten. </p>
<p>Szenen aus dem Alltag des Kaisers, verrieten Motive, das Publikum rätselte, es gab eine Pressekonferenz, es gab Indizien, es gab einen Kampf in der Arena, es gab Affären, Schuldzuweisungen, ein kurzzeitig emanzipiertes Rom, „Wilde“ Tiere, musikalische Einlagen, blitzschnelle Reaktion&#8230; es war humorvoll, manchmal ironisch, zum selbst lachen, über andere lachen, über Skurilität lachen&#8230; eine verrückte und doch fesselnde Geschichte, voller Spannung, was als nächstes passiert.<br />
Kann man nur weiter empfehlen. Ach und Curry 36, vor der Tür. Lecker.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/05/11/mord-in-kreuzberg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2. Lange Nacht der Opern und Theater</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/04/13/2-lange-nacht-der-opern-und-theater/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/04/13/2-lange-nacht-der-opern-und-theater/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 12:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Lange Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=859</guid>
		<description><![CDATA[Letztes Jahr, letztes Jahr war es so schön, dass dieses Jahr alle noch mal wollten und noch mehr wollten, und so konnte man dann am 10. April 2010 die 2. Lange Nacht der Opern und Theater in Berlin erleben. Und? Es war wieder schön. So schön!
Man hatte die Auswahl zwischen 68 Bühnen auf acht verschiedenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Jahr, letztes Jahr war es so schön, dass dieses Jahr alle noch mal wollten und noch mehr wollten, und so konnte man dann am 10. April 2010 die <strong><a href="http://web1.heimat.de/theaternacht-berlin/index.php">2. Lange Nacht der Opern und Theater</a></strong> in Berlin erleben. Und? Es war wieder schön. So schön!</p>
<p>Man hatte die Auswahl zwischen 68 Bühnen auf acht verschiedenen Bus-Shuttle-Routen,  konnte die ganz großen Häuser besuchen, die kleinen und noch kleineren kennen lernen, und Berlin als Theater-Stadt neu entdecken. Das Programm umfasste von Theater, Tanz und Performance bis zu Konzert, Lesung und Mitmach-Angeboten wahrscheinlich alles, was man sich auf Bühnen so vorstellen kann. Was man dann davon tatsächlich in dieser Nacht erlebt hat, hat man entweder dem Zufall überlassen oder genauestens geplant oder beides, möglich war jedenfalls alles: mit Minuten-Zeitplänen zum Theaterglück oder sich einfach treiben lassen, mitnehmen lassen vom Dramastrom. Das Programm war vielfältig, sorgfältig zusammengestellt, übersichtlich aufgeführt im mit der Karte erhaltenen Programmheft, gut zu erschließen dank Shuttle-Service, und man hatte in dieser Nacht das Gefühl, dass alle so offen waren, nicht nur die Besucher für neue Erfahrungen und neue Orte, sondern auch die Veranstalter für neue Besucher und neue Möglichkeiten, stolz auf das eigene Haus und das eigene Programm, jedenfalls so offen… Freundliches Service-Personal überall, das einem das Programm  und den Weg über Treppen in Säle erklärt hat, enthusiastische Moderatoren, sprühende Künstler. Dass die Nacht für alle Beteiligten lang war, war jedenfalls niemandem anzumerken. Da war nur dieses Gefühl von Offenheit und Gemeinsamkeit, im Foyer beim Warten, im Theatersaal beim Zugucken, in der U-Bahn beim Im-Programmheft-Blättern.</p>
<p>Ja, es war schön. Wenn eine ganze Stadt Theater atmet. Schade, dass es nicht jede Nacht so ist. So müssen wir bis zum nächsten Jahr warten. Aber das macht ja nichts, denn bis dahin haben wir wenigstens genug Zeit, um uns alles anzusehen, was wir am letzten Samstag nicht geschafft haben, und überall noch mal hinzugehen, wo es uns gefallen hat. Also ist es vielleicht doch ganz gut, dass die Lange Nacht der Opern und Theater nur einmal im Jahr stattfindet. Sonst wären wir ja nur noch im Theater.</p>
<p>Lydia Dimitrow</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/04/13/2-lange-nacht-der-opern-und-theater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eine Lange Nacht der Opern und Theater&#8230;</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/04/13/eine-lange-nacht-der-opern-und-theater/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/04/13/eine-lange-nacht-der-opern-und-theater/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 12:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Ballett]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Komische Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Lange Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Performance]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Sophiensäle]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=855</guid>
		<description><![CDATA[&#8230; eine von vielen.
19:00 THEATER AN DER PARKAUE: Staatsballett Berlin zu Gast im Theater an der Parkaue
Zuerst war man doch etwas verwirrt: Im Programm stand doch etwas von „Schneewittchen – mit den Mitteln des modernen Tanzes wird das alte Märchen neu erzählt“? Und wo war man da gelandet? Da waren keine Zwerge und kein Prinz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; eine von vielen.</p>
<p><strong>19:00 THEATER AN DER PARKAUE:<a href="http://www.staatsballett-berlin.de/home2/index.php"> Staatsballett Berlin</a> zu Gast im <a href="http://www.parkaue.de/">Theater an der Parkaue</a></strong></p>
<p>Zuerst war man doch etwas verwirrt: Im Programm stand doch etwas von „<em>Schneewittchen</em> – mit den Mitteln des modernen Tanzes wird das alte Märchen neu erzählt“? Und wo war man da gelandet? Da waren keine Zwerge und kein Prinz, da war nur eine Frau in schlabbriger Kleidung mit Mikro vorm Mund, die ein paar Tänzern in Trainingskleidung Begriffe wie „Pas de Bourré“ und „Changement“ zurief und dabei selbst auch gleich mal mittanzte. Aufgeregtes Blättern im Programmheft: Ach, da stand es ja – „Lecture Demonstration mit Solisten und Corps de Ballet“. Was das <strong>Staatsballet</strong> einem da bot, war weniger ein Blick auf die Bühne, als ein Blick hinter die Kulissen. Und gerade das machte es dann auch so besonders. Die Frau mit dem Mikro vorm Mund konnte nämlich eine ganze Menge erklären: über die Beschaffenheit des Bodens, den Aufbau eines Trainings, die Schwierigkeiten und Freuden eines Balletttänzers und natürlich auch die einzelnen Bewegungen und Posen – und das alles sehr sympathisch und angenehm locker. Und <em>Schneewittchen</em> kam ja dann auch noch auf die Bühne – in Form einer öffentlichen Probe verschiedener Szenen, mal mit, mal ohne Musik, immer mit Erläuterungen, diesmal von einer anderen Dame, die das Ganze aber eben so informativ und sympathisch gestaltete wie die erste. Die Demonstration des Staatsballetts entpuppte sich als Highlight für alle Freunde oder auch Noch-nicht-Kenner des Balletts und machte Lust auf mehr. Und wenn man jetzt das nächste Mal in einem Ballett sitzt, hat man bestimmt noch die beiden Damen im Ohr – und fühlt sich ein bisschen wie ein Insider.</p>
<p><strong>21:00 <a href="http://www.stage-entertainment.de/">THEATER AM POTSADAMER PLATZ</a>: Dirty Dancing</strong></p>
<p>Die schönsten Szenen aus<em> Dirty Dancing</em> sollten einem da geboten werden. Und das wurden sie auch: Von der Wassermelonen-Szene über das erste Tanz-Training bis zur legendären „Mein Baby gehört zu mir“-Stelle war alles dabei. Und hinterließ nichts als den einen Gedanken: Da guckt man sich lieber den Film an. Denn auf dieser Bühne wurden einem lieblose, hektische und viel zu überladene Choreographien geboten, uninteressante Bühnenbilder, mittelmäßige Sänger und kaum zu ertragene Schauspieler. Übertreibung und Überspitzung, bis kein Quäntchen Natürlichkeit mehr übrig bleibt, bis nichts mehr authentisch oder echt wirkt, bis nichts mehr berührt. Da bleibt man lieber bei Patrick und Jennifer und auf dem heimischen Sofa.</p>
<p><strong>22:00 SOPHIENSAELE: Die längste Nacht mit Turbo Pascal</strong></p>
<p>Wer noch nie in den <a href="http://www.sophiensaele.com/"><strong>Sophiensälen</strong> </a>war, der musste sich an diesem Abend einfach verlieben. In den rau-romantischen, provisorischen Charme dieses Aufführungsortes, des historischen Gemäuers des ehemaligen Handwerkervereinshauses in der Sophienstraße. Die Performance-Gruppe <strong>Turbo Pascal</strong> leitete ihr Programm auch gleich mit einer grüppchenweisen Führung durch den Festsaal ein. Da wurden einem die Notausgänge erklärt, schließlich ist hier alles aus Holz, und wenn der Mob einmal in Bewegung ist… Da wurde einem erklärt, an welchem Punkt der Gegenwart wir uns befinden, und was sich von da entwickeln kann, dann wurde man platziert. Und weiter geht die Performance. Das Programmheft versprach: „<em>Turbo Pascal</em> erfindet unterschiedliche Szenarien für eine lange Nacht im Festsaal der Sophiensäle oder unterwegs in Berlin: düstere, romantische oder revolutionäre Szenarien, die man am nächsten Morgen wieder vergessen möchte oder auch nicht.“ Düster wurde es tatsächlich, nämlich in Form eines vorgetäuschten Stromausfalls im Festsaal, Romantik kam aber irgendwie so gar nicht auf (trotz Dunkelheit), und von Revolution oder revolutionärem Lüftchen möchte man dann auch nicht reden. Das Szenario, das <em>Turbo Pascal</em> da erfand, war dann das folgende: Stromausfall, auweia, können wir jetzt gar nicht raus aus dem Festsaal (dieser Zusammenhang blieb übrigens so vage, wie er jetzt erscheint), müssen wir schnell Licht mit unseren Handys machen und Essen einsammeln und Trinken, hui ist das lustig, dann lesen wir noch aus einem Buch einer Zuschauerin, damit es beim Kulturprogramm bleibt, dann geht das Licht wieder an und alle werden entlassen, hui ist das lustig. Was ist Performance? Eine gute Performance bringt die Zuschauer aus dem Konzept, lässt sie sich unsicher und unwohl fühlen, bindet sie so ein, dass sie sich nicht entziehen können, lässt sie durcheinander geschüttelt und im besten Fall aufgerüttelt zurückbleiben – auf jeden Fall nachdenklich. Bei dieser Performance von <em>Turbo Pascal</em> war allerdings alles so vorhersehbar, so unaufregend, so allbekannt – es ließ einen schlichtweg kalt. Das war eine ganz nette Comedy-Performance, einigermaßen unterhaltsam, aber am Ende doch – belanglos.</p>
<p><strong>23:30 KOMISCHE OPER BERLIN: Die schönsten Operntode II</strong></p>
<p>Ja, die <strong><a href="http://www.komische-oper-berlin.de/">Komische Oper</a></strong> kommt in letzter Zeit auf diesem Blog wohl immer gut weg, und so auch in diesem Beitrag: Es war ein Highlight. Die Solisten Erika Roos (Sopran), Jan Martinik (Bass) und David Williams (Bariton) präsentierten ihre Lieblingsarien zum Thema Tod zu einer Klavierbegleitung und sympathisch altmodischen Bühnenbild mit Sarg, Schädel und Kerzen, bevor Erika Roos und Jan Martinik zusammen mit Adrian Strooper und Elisabeth Starzinger noch einen Part aus Mozarts Requiem sangen. Durch den Abend führte ein freundlich enthusiastischer Moderator, der neben Informationen zu Werken und Sängern auch einige Kalauer parat hatte, und den Abend auf den Punkt brachte: „Nirgendwo wird so schön gestorben wie in der Oper.“ Nein, nirgendwo. Denn tatsächlich gestorben ist an diesem Abend nur Erika Roos (David Williams besang zum Beispiel Papagenos halbherzige Selbstmorddrohungen, die ja dann durch das unverhoffte Auftauchen Papagenas zerschlagen werden), und das war tatsächlich unbeschreiblich schön. So einen Sopran hört man wohl selten auf den Berliner Bühnen: Sie sang so klar, so sauber, dabei aber so unverkrampft und locker-leicht, wie es sein sollte. Da wurde kein Ton gequetscht, herausgepresst, nichts, wirklich nichts war von all der Anstrengung zu hören, die es kostet, solche Höhen zu erreichen, wie sie Erika Roos an diesem Abend erreicht hat: Es war einer meiner schönsten Opern-Momente. Wenn es Menschen gibt, die in der Oper weinen müssen, weil es so schön ist – an diesem Abend konnte man sie verstehen. So saß man mit aufgestellten Arm- und Nackenhaaren in den Opernsessel verkrampft und wollte, dass es nie, nie aufhört, dass sie nie, nie stirbt diese wunderbare Sopranistin, dass sie immer weitersingt, dass diese Lange Nacht zur längsten aller Nächte wird – man wurde enttäuscht. Irgendwann erdolchte sie sich selbst. Um dann für tosenden Applaus wieder aufzuerstehen. Ein Applaus, der vielleicht nicht nur diesen Arien in der Komischen Oper galt – sondern einer ganzen Langen Nacht.</p>
<p>Lydia Dimitrow</p>
<p>Alles zur 2. Langen Nacht der Opern und Theater findet man <a href="http://web1.heimat.de/theaternacht-berlin/index.php">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/04/13/eine-lange-nacht-der-opern-und-theater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Amoklauf mein Kinderspiel &#8211; DT Box</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/04/09/amoklauf-mein-kinderspiel-dt-box/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/04/09/amoklauf-mein-kinderspiel-dt-box/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 23:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Amoklauf mein Kinderspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Freyer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=844</guid>
		<description><![CDATA[Noch ist das Blatt leer. Gedanken, an einen Abend in der Box vom DT, an 3 Schauspieler, die einem Text leben gaben, füllen langsam meinen Kopf. Viel könnte ich schreiben, wenig werde ich, so viel steht fest.
Zeit, Muße und Gedanken an andere Dinge sind in meinem Kopf. Das Highlight, war Ole Lagerpusch, der mich auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ist das Blatt leer. Gedanken, an einen Abend in der Box vom DT, an 3 Schauspieler, die einem Text leben gaben, füllen langsam meinen Kopf. Viel könnte ich schreiben, wenig werde ich, so viel steht fest.<br />
Zeit, Muße und Gedanken an andere Dinge sind in meinem Kopf. Das Highlight, war Ole Lagerpusch, <a href="http://keindrama.net/2010/02/24/frau-othello-dt/">der mich auch als Jago schon fesselte</a>. Ihm gelang es wieder mich zu begeistern und mit hinein zu nehmen in Gefühle und traurige Geschichten.<br />
Die Handlung von Thomas Freyers Stück<strong> &#8220;Amoklauf mein Kinderspiel&#8221;</strong> war mir bekannt. <a href="http://keindrama.net/2009/06/07/beispielhaft-und-herausragend-20/">Beim TTJ 09 durfte ich mich schon einmal schocken lassen.</a> <em>&#8220;Man darf sich nicht beklagen, man lebt.&#8221;</em> ist bis heute in meinem Ohr. Jetzt wieder präsenter. Gravierende Unterschiede sind natürlich, das alter der Darsteller und das Inszenierung &#8220;Konzept&#8221; gewesen. Drei Schauspieler, geschliffener, exakter Text, der einem Schauer auf den Rücken jagte&#8230; Bedrohung, die sich durch explodierende Äpfel, fliegende Ordner und Strichmännchenprojektionen herstellte. Die nummerierten Gewaltgeschichten führten zum unbarmherzige Todeslauf, wobei weniger Kausalität relevant war, sondern sich eher das Gefühl des Auswegslosigkeit und Benommenheit herstellte. Die Frage nach dem „warum“ ist immer da, schnell finden wir viele Schuldige, viele Antworten, aber wir bleiben dann dabei stehen und gehen weiter, ohne etwas zu verändern. Dieses Stück bricht ein unheilvolles Schweigen und kann der Auftakt einer gesellschaftlichen Diskussion sein.<br />
Leider habe ich das Gefühl, es ist in unserer medialisierte Welt, oft jeder zu eingenommen sich noch zu unterhalten, oder wir fühlen uns den Gegebenheiten gegenüber machtlos.  (&#8220;Man darf sich nicht beklagen, man lebt.&#8221;)<br />
Wo sollen wir den Hebel ansetzen? </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/04/09/amoklauf-mein-kinderspiel-dt-box/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

