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	<title>KeinDrama &#187; Florian Lösche</title>
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	<description>Es gibt kein Leben neben Theater.</description>
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		<title>Frau Othello &#8211; DT</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 23:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Lösche]]></category>
		<category><![CDATA[Jette Steckel]]></category>
		<category><![CDATA[Ole Lagerpusch]]></category>
		<category><![CDATA[Othello]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutsches Theater. Gerade noch den Matsch an den Schuhen, jetzt voller Vorfreude, Kassenverhandlung. Glücklicherweise sind die Karten noch da. Ausverkaufter Saal.
Venedig und ich bin im Parlament. Das Spiel beginnt. Wie in eine gute Geschichte, werde ich hinein genommen, mitten in eine Situation. Figuren positionieren sich, vorhergegangene Konflikte werden deutlich.  Ich wollte ja schon immer mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Deutsches Theater. Gerade noch den Matsch an den Schuhen, jetzt voller Vorfreude, Kassenverhandlung. Glücklicherweise sind die Karten noch da. Ausverkaufter Saal.<br />
Venedig und ich bin im Parlament. Das Spiel beginnt. Wie in eine gute Geschichte, werde ich hinein genommen, mitten in eine Situation. Figuren positionieren sich, vorhergegangene Konflikte werden deutlich.  Ich wollte ja schon immer <a href="http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/othello/">mal Othello sehen</a>. Untypisch, aber anscheinend Zeitgemäß, wird Othello von einer Frau (<a href="http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/othello/susanne_wolff/">Susanne Wolff</a>) gespielt.<br />
Das Bild wird begonnen zu zeichnen, wie Kreidestriche an einer Stahlwand. Ein Bild, das ich am Ende als undeutlich empfinde. Dabei sagt <a href="http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/othello/">der Flyer</a>:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>&#8220;Jette Steckel, Nachwuchsregisseurin des Jahres 2007, begibt sich mit ihrer Inszenierung auf die Suche nach dem Fremden, dem Monstrum, dem Tier, dem Feind, Dem Mann, der Frau und dem Kind, die sich in der Figur des Othellos vereinen. Othellos Geschichte konfrontiert uns mit der Frage nach den Bildern von Identität und deren Zerstörbarkeit.&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das Stück enthielt einiges Identitätspotenzial. Gut, ich bin kein Spezialist auf dem Gebiet &#8220;Gender&#8221;, aber die Flyer These finde ich &#8220;over the top&#8221;. Oder nicht inszeniert. Oder „ungenau“. Der neu errungene Begriff des Wochenendes.<br />
Othello, ein Mann der sich im Krieg bewährte, Ruhm erlangte, um Anerkennung kämpfte, wegen seiner Hautfarbe diskriminiert wurde, sich verliebte, seine Desdemona heiratete, in Jago das Gute sah, sich vom Freund Cassio abwandte, sich täuschen ließ, zum eifersüchtigen Ehemann und schließlich zum Mörder wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Da steckt viel drin. Aber die Frau? Das Kind? Das Tier? (Den Rest verstehe ich ja)</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">„Hier ist, der mal Othello war: Ich bins.“?</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich habe eine Geschichte gesehen, mit skurrilen Elementen, denn wenn Othello (Frau) und Desdemona (Frau) Liebesszenen spielen, sich ein Othello (nur) äußerlich verändert, entstehen Assoziationen, die irritieren.<br />
Dann geht es nicht um die Identität des Othello, sondern um wechselnde Konflikte. Othello erschien mir immer Souverän, immer gleich, ob im roten Abendkleid, im Sakko, oder im Gorillakostüm. Es war immer der selbe Othello, in unterschiedlichen Konflikten. Ich sah einen Othello, der sich verkleidet und keinen der mit seiner Identität ringt. Das Spiel läuft straight. Die Story verläuft klassisch, mit angepasster Sprache und unnötigen &#8220;Comedy&#8221; Einlagen, die das Spiel fördern. Sie erzeugen Kurzwei(b)lichkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Es war angenehmer Abend, der keine Fragen stellte und der für mich keine Botschaft enthielt. Eine Geschichte über Eifersucht und Täuschung. Ich freute mich über die Schauspieler (<a href="http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/othello/ole_lagerpusch/">Ole Lagerpusch</a> als Jago war beeindruckend) und den Sturz des &#8220;eisernen Vorhang&#8221; (Bühne: Florian Lösche) werde ich nie vergessen. Mein erstes Mal Deutsches Theater.</p>
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