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	<title>KeinDrama &#187; Lesebühne</title>
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	<description>Es gibt kein Leben neben Theater.</description>
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		<title>12. Lange Buchnacht in der Oranienstraße</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 22:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lydia Dimitrow</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Auftritt]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Experiment]]></category>
		<category><![CDATA[Lange Nacht]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, Berlin steht auf lange Nächte. Und ganz besonders eben auf lange Kulturnächte.
Schon zum 12. Mal widmeten Kreuzberger Buchhändler und Gastwirte eine ganze Nacht den Autoren, Kulturschaffenden der Welt &#8211; na ja, zumindest Deutschlands &#8211; und natürlich vor allem: dem Publikum. So konnte man am 8. Mai 2010 von 14.00-01.00 Uhr mit freiem Eintritt an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Berlin steht auf lange Nächte. Und ganz besonders eben auf lange Kulturnächte.</p>
<p>Schon zum 12. Mal widmeten Kreuzberger Buchhändler und Gastwirte eine ganze Nacht den Autoren, Kulturschaffenden der Welt &#8211; na ja, zumindest Deutschlands &#8211; und natürlich vor allem: dem Publikum. So konnte man am <strong>8. Mai 2010</strong> von 14.00-01.00 Uhr mit freiem Eintritt an rund 50 Orten diverse Lesungen, Präsentationen, Vorträge; Kulturveranstaltungen erleben, und dabei gleich das Kreuzberg rund um das Kottbusser Tor ein wenig näher kennen lernen. Denn die Orte waren vielfältig: von sämtlichen Kneipen und Bars in der Oranienstraße und unmittelbarer Umgebung, über Eiscafés und Kindergärten, Bibliotheken und Bücherläden, Feuerwehrwagen und Kino bis hin zum Kreuzberg Museum und dem legendären SO 36 beteiligte sich wohl jeder Ort rund um die Oraninestraße, der auch nur annähernd Platz für ein Publikum bieten <em>könnte</em>. So vielfältig wie die Veranstaltungsorte waren dann auch die Veranstaltungen selbst: Es gab Musik und Film, Büchertausch und Bildpräsentationen, es lasen Autoren und auch ganze Lesebühnen, Lyrik, Szenen, Geschichten, es wurde geslamt und gesungen, gezeigt und gefragt, signiert und gekauft. Man konnte viel Neues entdecken auf dieser langen Buchnacht, aber auch altbekannte Gesichter endlich mal wieder live sehen.</p>
<p>Aber &#8211; man musste zusammenrücken in dieser Nacht, mehr als einmal, denn nicht jede Kreuzberger Bar hat Platz für mehr als fünfzig Gäste, auch nicht jeder Buchladen, und nicht immer reichte der Blick durch die Fensterscheibe. Trotzdem blieb man manchmal draußen stehen, um eben doch etwas hören zu können, oder man stand zwischen Kuchenvitrine und Toilette, aber oft musste man auch einfach einen geplanten Programmpunkt von der Liste streichen, weil es absolut kein Reinkommen mehr gab. Dann hieß es: Spontan Sein und Weiterziehen. Und nichts fiel einem leichter auf dieser Buchnacht als dies, denn letztendlich gehörte auch dieses Weiterziehen, Umschwenken, Reinquetschen, Durch-Türen-Hören zu den Dingen, die dieser langen Nacht ihren ganz besonderen Charme verliehen. Diesen familiären Rumpel-Charme, durch den sich niemand ausgeschlossen fühlt &#8211; auch wenn man manchmal einfach nicht mehr reingepasst hat. Es ist vor allem genau dieser Charme, dieses besondere Gemeinschaftsgefühl mit Entdecker-und-Erlebnis-Hauch, der die <strong>12. Lange Buchnacht in der Oranienstraße</strong> dann von anderen langen Nächten Berlins unterscheidet &#8211; und so sympathisch macht.</p>
<p>Vielleicht ist Charme auch das falsche Wort, vielleicht sollte man eher von einer ganz besonderen Magie sprechen, die dieser Abend hatte, eine Magie, die zum Beispiel im <strong>eis36</strong> (Adalbertstraße 96) zu spüren war. Das Eiscafé regte mit seiner Aktion &#8220;My book ist your book and your book is mine!&#8221; zu einem ganz besonderen Büchertausch an. Mybook anstelle von myspace. Da saß ein runzliger Flamenco-Gitarren-Opa unter einer Troddel-Stehlampe und spielte und sang, und wenn er nicht sang, dann rezitierte der Runzel-Opa neben ihm spanische Texte zu der Flamenco-Musik, während man seine alten oder ungeliebten oder doppelt vorhandenen Bücher gegen neue Schätze tauschte. Schätze in allen möglichen Sprachen zu allen denkbaren Themen. Wenn das nicht magisch ist.</p>
<p>Wo wir schon bei 36 sind: Ein besondere Zufluchtsort wurde an diesem Abend übrigens das <strong>SO36 </strong>(Oranienstraße 190), das ob seiner Größe jeden Woanders-nicht-Reingekommenen noch aufnehmen konnte und mit seinem Fast-Ohne-Pausen-Programm auch einiges zu bieten hatte. So las dort zum Beispiel <strong><a href="http://www.verbrecherverlag.de/autor/62">Knud Kohr</a></strong> aus seinem Roman <em>In Cuxhaven</em>, in denen Geschichten von Zahnspangendosen klauenden Jungs und Eierlikör trinkenden Tanten erzählt werden, Geschichten von Kindheit, von alten Versprechen, Heimkehr und natürlich auch von der Liebe, und das alles in manchmal komischen, manchmal ernsten Ton, aber immer wunderbar leicht und sehr unterhaltsam.</p>
<p>Auch unterhaltsam, aber weniger leicht ging es zu, als <strong><a href="http://www.barbarayelin.de/">Barbara Yelin</a></strong> ihre Graphic Novel <em>Gift</em> (zusammen mit <strong>Peer Meter</strong>) in Wort und Bild im Comic-Laden <strong>Modern Graphics</strong> (Oranienstraße 22) vorstellte. Es geht in diesem historischen Roman im Comic-Gewand nämlich um die Giftmörderin Gesche Gottfried, die in Bremen Anfang des 19. Jahrhunderts 15 (!) Menschen mit Mäusebutter ermordet hat. Auch wenn die Zeichnerin sich selbst und diesen historischen Stoff nur allzu ernst nahm und zum Teil geradezu pedantisch Entstehungsumstände des Comic-Bands sowie historische Hintergründe referierte, konnte bei den Zuhörern trotzdem keine trübe Stimmung aufkommen; wie auch &#8211; wenn man neben gefühlten tausend anderen Besuchern auch noch von Barbapapa &amp; Co. umgeben ist.</p>
<p>Absoluter Höhepunkt der langen Buchnacht war auch an <em>Modern Graphics</em> geknüpft: Auf der Straße, vor den Schaufenstern des Comicladen spielte um 24.00 Uhr <a href="http://www.myspace.com/orchestreminiatureinthepark"><strong>OMP &#8211; das Orchestre Miniature in the Park</strong></a>. Und das unter strengen Vorgaben: Es wurden nur Kinderinstrumente benutzt (Kindergitarre, Kinderbass, Triola, Kinderschlagzeug, Kinderschellenreif, Kinderblockflöte, Kindersaxophon, Kinderxylophon&#8230;) und in allen gecoverten Songs mussten die Wörter &#8220;Sonne&#8221; oder &#8220;Sommer&#8221; vorkommen. Es war ein Fest! Mit besten Chorgesängen aller Barbershop, einem extrovertieren Frontsänger, engagierten Musikern trotz Kinderinstrumente und einem Repertoire von Cream bis Tocotronic rockte dieses OMP die Nacht &#8211; zum Mitsingen, zum Mittanzen. Dieser Sack voll Musiker boten den buchstäblichen krönenden Abschluss für diese 12. lange Buchnacht.</p>
<p>Wer in diesem Jahr nicht dabei sein konnte &#8211; am 14. Mai 2011 wird die <a href="http://www.lange-buchnacht.de/index.html">13. lange Buchnacht in der Oranienstraße </a>stattfinden. Wer dann nicht dabei sein kann &#8211; ist selber schuld. Denn diese lange Nacht wird sicher eine der schönsten Nächte des Jahres sein.</p>
<p>Lydia Dimitrow.</p>
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		<title>Lesebühne: Lauschgift.</title>
		<link>http://keindrama.net/2009/11/27/lesebuhne-lauschgift/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 16:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Auftritt]]></category>
		<category><![CDATA[Lesebühne]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry]]></category>

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		<description><![CDATA[
In Pankow im Kurt-Lade-Klub,
lasen vier Leut vom Lauschgift Trupp.
Manche Dinge im Weltgeschehen muss man einfach zeitnah berichten. Andere sind zeitlos. Am 30.10.2009 war das einjährige Jubiläum der Lauschgifttruppe. Lauschig war es, im K-L-K. Lesebühne mit Gleitzeitcharakter, 30bis40 Besucher, kleine Bühne, zwei Mikrophone, vier Stühle. Vier Protagonisten.
Christina Schneider, Luisa Rund, Lydia Dimitrow und Stephan Heiden lasen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;">
<em>In Pankow im Kurt-Lade-Klub,<br />
lasen vier Leut vom Lauschgift Trupp.</em></p>
<p>Manche Dinge im Weltgeschehen muss man einfach zeitnah berichten. Andere sind zeitlos. Am 30.10.2009 war das einjährige Jubiläum der Lauschgifttruppe. Lauschig war es, im K-L-K. Lesebühne mit Gleitzeitcharakter, 30bis40 Besucher, kleine Bühne, zwei Mikrophone, vier Stühle. Vier Protagonisten.</p>
<p>Christina Schneider, Luisa Rund, Lydia Dimitrow und Stephan Heiden lasen, witzelten und moderierten abwechselnd.</p>
<p>Vor drei mal vier Monaten, trafen sie sich zum ersten Mal, kannten sich nicht, teilten nur die Freude am schreiben. Ein Jugendklub will gestaltet werden und so kam es zum Showdown. Seit dem hat Pankow Lauschgift im Ohr.<br />
Auch an jenem dunklen und regnerischen Freitag im Oktober diesen Jahres kamen Freunde, Verwandte und treue Fans um zum Verweilen und den Gedanken der Protagonisten zu folgen. Skurriel, ehrlich, fantastisch, witzig&#8230; Texte und Geschichten in 3 Leseblöcken. Also 2 Pausen um wahnsinnig günstig viel zu trinken (0,4l Kiba 50cent) und sich den kreativen Aufgaben der Gastgeber zu stellen. Klogeschichten schreiben zum Beispiel. (also Zettel, die beschrieben werden während man&#8230; und dann jeder einen Satz) Es gab Zettel an den Wänden für Heikus und Feedback und alles wurde dann im Block 3 vorgelesen.</p>
<p>Um etwas Athmosphäre auf Blog zu bringen habe ich von dem Bühnengeschehen einfach Tonaufnahmen gemacht. (Tonqualität geht gegen unterirdisch) Hier zu jedem Autor einen kurzen Livemitschnitt.</p>
<p>Christina: </p>
<p>Lydia las &#8220;Liebesgedicht Nr. 73&#8243;</p>
<p>Luisa las &#8220;Das Haar&#8221;</p>
<p>Stephan las &#8220;als ich fortging&#8221;</p>
<p><a href="http://lauschgiftberlin.wordpress.com/2009/12/01/advent-advent">Die nächste Lauschgiftlesung ist übrigens am 11.12.</a> um 21Uhr, Infos findet man auf <a href="http://lauschgiftberlin.de/">lauschgiftberlin.de.</a> Hier wird es sicherlich auch eine kleine Ankündigung geben. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal für den schönen Abend bedanken. Er bleibt in Erinnerung.</p>
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		<title>Zoolese</title>
		<link>http://keindrama.net/2009/05/11/zoolese/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 16:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gurke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Lesebühne]]></category>
		<category><![CDATA[Schmalz und Marmelade]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntag war Schmalz und Marmelade Zeit. Diesmal Im Zoo. Wie schön.
Im Sommer entfleuchen uns allen die Gedanken und Ideen immer irgendwie einfacher und luftiger. Deshalb ist dies immer die Zeit für Special Editionen der Lesebühne Schmalz und Marmelade. Da wird steht’s gewandert, geradelt oder Ball gespielt und dabei immer lauthals vorgelesen. In diesem Jahr, angeregt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sonntag war Schmalz und Marmelade Zeit. Diesmal Im Zoo. Wie schön.</em></p>
<p>Im Sommer entfleuchen uns allen die Gedanken und Ideen immer irgendwie einfacher und luftiger. Deshalb ist dies immer die Zeit für Special Editionen der Lesebühne Schmalz und Marmelade. Da wird steht’s gewandert, geradelt oder Ball gespielt und dabei immer lauthals vorgelesen. In diesem Jahr, angeregt durch einen meterlangen Zaun, der sich durch unser schönes Schwerin zieht, lag das Thema „ Hinter Gittern“ auf der Hand. Deshalb begaben wir fleißigen Marmeladenbrot- Esser, wir die Zuhörer, uns gestern zur sonntäglichen Lese in den Zoo. Nicht auf die BUGA. Dort im Zoo auf dem Bauernhof, zwischen Hühnchen und Riesensau, dort wurde diesmal gelesen. Im Steinofen wärmten sich die Steinofenbrötchen. Im Schmalztopf schmolz das Schmalz. Und auf der Lesebank las das Lesekollektiv. Nun wissen wir um die Lieblingstiere der Schmalzies, dem neuen Schrumpfungsgerät für Gitarren und Ivalos wildes Protestgehabe. Doch absolutes Highlight, war Stargast Charlotte Sieglin. Die unangefochtene bekennende Tierliebhaberin gab Kostproben aus ihrem Eichhorn Potpourri, dass es uns von den Schemeln riss. In nur einer halben Stunde verwandelte sich Charlotte in eine frierende Polin, die Polin in eine Alm-Liesel, die Alm-Liesel in ein Eichhorn, das Eichhorn in eine französische Romantikerin und <span> </span>dann wieder in ein Eichhorn. Eichhorn, Eichhorn, Eichhorn. Ich bin mir nicht sicher welches Frau Sieglins liebstes Lieblingstier ist, aber eine Dialekt- und Akzent- Akrobatin, bei meinem Kanarienvogel, dass ist sie wahrlich. Setzt ihr ein Denkmal, ein plüschiges, weiches! Auf dem Marktplatz, auf dem Berta Klingenberg Platz, auf dem Conrad Ekhof Platz, im Zoo. Ganz egal, aber bitte, bitte setzt ihr ein Denkmal.</p>
<p class="MsoNormal">Und weil wir diesmal, nur für einen kurzen Augenblick, all unsere Marmeladenprinzipien über den Haufen warfen und ein paar Taler in die Zookasse geschnipst habe, ließen wir es uns nicht nehmen, bei der Gelegenheit das neue Nashorn zu besuchen. Ein bisschen schläfrig und faul lag es in der Ecke, die Affenkollegen nebenan gaben sich deutlich mehr Mühe uns zu unterhalten und lutschten Lollis. Das war lustig. Können wir empfehlen. Geht in den Zoo. Da gibt’s auch Blumen. Und Eichhörnchen.</p>
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