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	<title>KeinDrama &#187; Maxim Gorki</title>
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	<description>Es gibt kein Leben neben Theater.</description>
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		<title>Kaufland.</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 21:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jugendclub]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki]]></category>
		<category><![CDATA[Phillipp Löhle]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend feierte der Jugendclub vom Gorki Theater Berlin Premiere. Das Stück Kaufland von Phillip Löhle wurde gespielt. Dreizehn junge Menschen im ehemaligen Speisesaal des Rathaus Weißensee. Eine große Bühne und 2 Reihen Stühle ganz nah davor. Scheinwerfer heizten den Raum und als es dann losgehen sollte, nahm ich brav meinen Platz, in der zweiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern Abend feierte der Jugendclub vom Gorki Theater Berlin Premiere. <a href="http://www.gorki.de/-/repertoire/519542">Das Stück Kaufland von Phillip Löhle wurde gespielt. </a>Dreizehn junge Menschen im ehemaligen Speisesaal des Rathaus Weißensee. Eine große Bühne und 2 Reihen Stühle ganz nah davor. Scheinwerfer heizten den Raum und als es dann losgehen sollte, nahm ich brav meinen Platz, in der zweiten Reihe links, ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Jugendclub, da schwingt bei mir in diesen Tagen etwas bitteres mit, aber trotz meiner eher mittelmäßigen Laune, war ich neugierig was mich hier erwartete. Kaufland. Das ist so ne Supermarktkette. Also wäre der Spielort geklärt. Heute war der Speisesaal, ein Kaufhaus mit Küchen-, Lampen- und Bettenabteilung. Drei Spielebenen, drei mal Bettenabteilung. Links dunkle Kreidetafeln auf dem Boden, in der Mitte ein Bett und rechts Kartons. Im Hintergrund stehen die Spieler, wie Figuren in einem Schaufenster. Bunt + trashig = jugendlich.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ich verkaufe, also bin ich.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Spiel  beginnt. Die Protagonisten lösen sich aus den &#8220;Schau&#8221;fenstern, gehen nacheinander zu einem Mikro im Hintergrund, machen eine typische Kaufhausdurchsage, und setzten sich dann vor die Schaufenster. Kostüme schwarz, weiß, uniform. Ein Schlips und ein rotes Tuch werden immer dann angelegt, wenn der Schauspieler in eine der Hauptrollen schlüpft. Tibor und Barbara.</p>
<p style="text-align: justify;">Erste Dialoge. Barbara fährt sonst mit Jürgen, der ist aber nicht da. Dann laufen, oder die Monatskarte nutzen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier geht es also nicht um konsumierende Jugendliche.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Geschichte im Kauf Land, ist die Geschichte von Angestellten und Kunden. Kunden, die nicht kommen, oder nicht kaufen. Die bedrohte Existenz des Verkäufers, wird langsam demontiert. Erst verschwindet Jürgen, dann werden die Mitarbeiter in andere Abteilungen versetzt und zum Schluss ist Tibor, der Mann aus der Bettenabteilung, alleine. Zwischen Ängsten, Verkaufsstrategien, und den traurigen Versuchen &#8220;wie früher&#8221; zu verkaufen, bleibt ein trauriges Bild. Auch die Texte der Spieler bilden einen Kanon, effizient lesen, über Wohngeld Anträge hin zu To-Do-Listen und bringen den nötigen Bezug zum Leben in der Gegenwart.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Ökonomie des Lebens&#8221;</strong></p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Was bedeutet Leben? Was ist Ökonomie? Wie ökonomisch ist unser Leben?</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese Fragen lese ich im Programmtext und antworten muss ich großteils selbst, denn auch wenn das Thema der Spielzeit klar getroffen wurde, bleiben Fragen offen. Müssen ja auch immer, aber geht da nicht mehr?<br />
Die Chance eigene Antworten und eigene jugendliche Blickwinkel auf Ökonomie und Leben zu geben, wurde für meinen Geschmack dem Ensemble zu wenig ermöglicht. Kurze prägnante Szenen, 3 Charaktere, 13 mal interpretiert, 2 Gruppenszenen, 90min, 13 kurzen biographischen Monologen  &#8211; ein  ernstes Thema, mit viel Witz und unbeantwortete Fragen, die mich echt interessiert hätten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kauf dich glücklich.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich dachte an Karstadt und andere Krisen, an kleine verlassene Boutiquen und Einkaufsstraßen.<br />
Die Atmosphäre des Stücks hatte mich gegriffen, ich war bedrückt und fühlte teilweise mit, teilweise hatte ich Schwierigkeiten mit dem &#8220;wer ist wer&#8221;.<br />
Was ich mit nach Hause nahm, waren neue Fragen, Gedanken, Eindrücke und eine Geschichte, die die gebrochene Realität, zwischen Marktwirtschaft und Mensch erzählte.</p>
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		<title>Could this be heaven for everyone? &#8211; von Linda</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 11:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Armin Petras]]></category>
		<category><![CDATA[Heaven]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hat es doch wieder einer versucht: irgendwelche Marginalisierten hinter der Fassade eines Plattenbaus hervorzuziehen und zu schauen, wer da wieder Weinstöcke aufstocken will und das Maxim Gorki Theater anbohren und dann doch wieder nicht. – weil: das wäre ja auch schade drum. Aber dass diejenigen, die keine Stimme haben, irgendwie auch keine kriegen, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat es doch wieder einer versucht: irgendwelche Marginalisierten hinter der Fassade eines Plattenbaus hervorzuziehen und zu schauen, wer da wieder Weinstöcke aufstocken will und das Maxim Gorki Theater anbohren und dann doch wieder nicht. – weil: das wäre ja auch schade drum. Aber dass diejenigen, die keine Stimme haben, irgendwie auch keine kriegen, wenn super ausgebildete Schauspieler_innen sie auf der Bühne nachmachen, hatten wir ja eigentlich schon. Das ist quasi eine doppelte Ersetzung, weil die ja noch mehr verschwinden hinter ‚I come over to the USA my darling’ Fritzi H., die wirklich lustig war, was aber fast nichts hilft, wenn sie dann doch das Elend der Welt auf sich rauf projiziert kriegt . Und obwohl, oder gerade weil sie so hübsch ist, hat sie die Sache mal wieder fast in Unterwäsche absolvieren müssen, was ja eine gewisse Anklage enthält, aber noch viel mehr Reproduktion von genau der Marginalisierung, die man damit nicht angeht . Und dann werden wieder irgendwelche Physikerinnen, die als erste die Kernspaltung sichtbar gemacht haben in Unterwäsche sichtbar gemacht, von einem Regiesseur, der sich offensichtlich mit ostdeutschen, männlichen Normalbiographien befasst. (Das sind Leute mit großen Säcken voller Plasikflaschen) Komisch, denn von uns kamen ja an diesem Abend 95 Prozent aus Schwerin und die einzige, die eine Plastikflasche dabei hatte, war ich und ich komme aus Hessen. <a href="http://www.gorki.de/-/monatsplan/6812093">Heaven </a>– war es natürlich trotzdem ein bisschen, weil wir zusammen im Theater waren und alle danach irgendwie eine Meinung an hatten. Die wir vorher vielleicht nicht hatten.</p>
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		<title>Rückblick: Romeo und Julia &#8211; Maxim Gorki Theater</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 20:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Gorki]]></category>
		<category><![CDATA[Romeo und Julia]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war ich Besucher, Zuschauer, Berliner. Ich habe mir eine Geschichte erzählen lassen, habe gelacht und beobachtet, habe mir an den entscheiden Stellen meinen Teil gedacht. Erst war ich amüsiert über das Publikum, später etwas verärgert. Damit man das versteht muss man aber mehr über den Inhalt wissen:
Romeo und Julia – eine Geschichte wie sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute war ich Besucher, Zuschauer, Berliner. Ich habe mir eine Geschichte erzählen lassen, habe gelacht und beobachtet, habe mir an den entscheiden Stellen meinen Teil gedacht. Erst war ich amüsiert über das Publikum, später etwas verärgert. Damit man das versteht muss man <a href="http://gorki.de/-/monatsplan/6630381">aber mehr über den Inhalt</a> wissen:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Romeo und Julia – eine Geschichte wie sie heute passieren könnte, in dieser Stadt. Capulets und Montagues sind Gangs. Den Capulets gehören die Clubs, den Montagues die Straßen. Es gibt nur eine Sache der die Beiden verfeindeten Gangs verbindet: HipHop.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Konzept liegen Vor- und Nachteile. Es gab deutliche Stellen, wo das Spiel funktionierte und Streckenweise nicht funktionierte.<br />
Vorteil war sicher die Assoziationsebene für ein junges Publikum und auch der normale Zuschauer, fand den Konflikt in der Gegenwart. Eben keine alten Italiener mit Degen, keine Giftfläschchen, kein barocker Balkon. Die Sprache war nahe am Alltag, nehme ich an, aber ihr wurde kein Sonderstatus zugemessen. Es mischte sich sowohl Shakespeare mit Kiez Slang und beides wurde auf die Schippe genommen. Beides wurde instrumentalisiert. Schwierig wurde dadurch nur die Glaubwürdigkeit der Figuren. Ich könnte auch eine Abhandlung über PUBLIKUM schreiben, aber bleiben wir beim Konzept.<br />
Am Anfang des Stückes wird angekündigt, dass der Konflikt der Gangs in einem BATTLE (gewalt<del datetime="2009-10-27T18:11:15+00:00">freier</del> Kampf mit Worten) gelöst werden soll. Wer das „Rap Battle“ gewinnt, der bekommt die Stadt. Für immer. Romeo und Julia lernen sich beim Einräumen der Bühne für das Battle kennen. Bis es zum Battle kommt vergeht gut eine Stunde. Handlung. Halbzeit, ohne Pause, aber ab jetzt verändert sich etwas. Mehr Shakespeare Text, weniger gedizze, dafür mehr Konflikt und Handlung. Es kommt zu bewegenden, witzigen Szenen zwischen Romeo, der bis zur Battle Szene eher wie Eminem  wirkte und Julia, die etwas an Oberflächlichkeit verlor. Die Szenen werden stiller, intimer, was das johlende Publikum, nun <del datetime="2009-10-27T18:11:15+00:00">fast etwas</del> überfordert. Da kam von der Bühne ein Kommentar wie: „In das Alter kommt ihr auch noch.“ Allgemein wurde souverän auf die Zuschauer reagiert, auch wenn Julia beim Applaus kein Lächeln mehr fand. (trotz donnernden Applauses. Respekt?)<br />
Eine Affäre zwischen Mercutio und Mia (quasi Romeo und Julia #2, in der Nebenhandlung), ein mächtiger Paris, der sich zwischen lächerlich und gefährlich bewegte, zwei „profi“ Rapper Auftritte, obwohl mir einer gereicht hätte. Meine erste Romeo und Julia Inszenierung, wo Romeo nicht tot neben Julia liegt. Besonders machte das Stück AUCH die Ästhetik, die Bühne, der Einsatz von Film und die spielerische Leistung. Mit ein bisschen mehr Strich, hätte alles gut, oder besser funktioniert, so war es Streckenweise anstrengend. Und „etwas“ zu laut.<br />
Ja sehr viel schönes und sehr viel schwieriges. Keine „glatte“ Schow, keine „traditionelle“ Interpretation. Die letzte Stunde würde ich gerne ohne Kreuzbergklassen nochmal gucken. Ce la vie.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://keindrama.net/2009/10/26/vorschau-romeo-und-julia-maxim-gorki-theater/">Link: zur Vorschau</a></p>
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		<title>Vorschau: Romeo und Julia &#8211; Maxim Gorki Theater</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 10:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Romeo und Julia]]></category>

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		<description><![CDATA[

Das könnte heute ein interessanter Abend werden.


Link: Nach dem Besuch &#8211; Rückblick.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gorki.de/-/monatsplan"><img class="alignleft" title="Spielplan" src="http://keindrama.net/wp-content/uploads/RomeoJulia-Gorki.JPG" alt="" width="481" height="57" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Das könnte heute ein interessanter Abend werden.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Z2Fn4afLroE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/Z2Fn4afLroE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://keindrama.net/2009/10/27/ruckblick-romeo-und-julia-maxim-gorki-theater/">Link: Nach dem Besuch &#8211; Rückblick.</a></p>
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