<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KeinDrama &#187; TaGGS</title>
	<atom:link href="http://keindrama.net/tag/taggs/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://keindrama.net</link>
	<description>Es gibt kein Leben neben Theater.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 15:35:18 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Das machen wir doch nicht nur für uns!</title>
		<link>http://keindrama.net/2011/03/02/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2011/03/02/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 16:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[TaGGS]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=969</guid>
		<description><![CDATA[Auf den Block vor mir sind noch einige Worte hingekritzelt. In meinen Gedanken bewege ich mich in einem Atelier. Neun Schüler zeigen mir etwas von sich. Ihre Suche. Ihre Fragen. Ihre Kunst.
Ihr Raum, ihre Bühne, ist gefüllt mit Instrumenten, mit Leinwänden, mit Kostümen, Bildern, kleinen Rampen und Podesten, Farben und Musik. Als ich mich setze, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den Block vor mir sind noch einige Worte hingekritzelt. In meinen Gedanken bewege ich mich in einem Atelier. Neun Schüler zeigen mir etwas von sich. Ihre Suche. Ihre Fragen. Ihre Kunst.<br />
Ihr Raum, ihre Bühne, ist gefüllt mit Instrumenten, mit Leinwänden, mit Kostümen, Bildern, kleinen Rampen und Podesten, Farben und Musik. Als ich mich setze, wird mir klar, dass das Stück längst begonnen hat. Ich befinde mich im Sog.</p>
<p><em>Randnotiz:</em> Der Mitschüler muss dein Freund bleiben, auch wenn er Lyrik schreibt und wenn er stundenlang üben muss jeden Tag.</p>
<p>Ich erlebe einen Gedankenfluss, ich fühle ihm nach. Ich spüre die Fragen und eine leidenschaftliche, manchmal verzweifelte Suche. Das Hin- und Hergeworfenwerden zwischen den Meinungen der anderen und den eigenen Sehnsüchten. Ist Kunst die sichere Welt? Was ist, wenn ich scheitere, wenn ich enttäusche? Reicht mein Talent? Verstehen sie überhaupt, was ich mache? Wie viel ist Kunst wert? Kann ich ernsthaft für die Kunst leben?<br />
Zwischen ermutigenden und entmutigenden Stimmen steht die Frage nach dem &#8220;wirklichen&#8221; Leben.<br />
Das Atelier wird zum bewegten Bild, zur Projektionsfläche. Das Bild des Malers verlässt seinen Kopf, wird lebendig, wird zu Musik, Tanz und Emotionen. Es zeigt den Kampf mit sich selbst und mit der Kunst.<br />
Ich habe einige junge Menschen gesehen, die ehrlich fragten, wie die Balance aussehen kann zwischen einem &#8220;Sich-an-die-Kunst-Verschwenden&#8221; und dem &#8220;In-der-wirklichen-Welt-Leben&#8221;. Hier ist kein Platz für billige Antworten, sondern für eine aufrichtige Suche nach wirklichem Leben und der eigenen Position.<br />
<em>Sich orten, Mensch sein und Kunst machen.</em></p>
<p><strong>Was ist eigentlich Kunst?</strong><br />
<em>Randnotizen: </em>Das Undefinierbare definieren, das Unfassbare fassen, Kunst be-er-greifen.</p>
<p>Kunst wird hier zum Schlüsselwort, denn es weist hin auf das menschliche Grundbedürfnis, Kreativität auszuleben. Kunst ist ein Produkt menschlicher Kreativität. Und besonders kreative Menschen müssen dann darin und dadurch leben. Wir nennen sie Künstler. </p>
<p><strong>Ich sah:</strong> &#8220;Ausarten. Um uns und die Kunst&#8221;<br />
<strong>von:</strong> TaGGS (Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin)<br />
<strong>Nächste Aufführung:</strong> 10 März, 20Uhr<br />
<strong>Ort:</strong> Aula, Goethe-Gymnasium</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2011/03/02/das-machen-wir-doch-nicht-nur-fur-uns/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Besuch in der Heimat &#8211; Unser Haus</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/06/30/besuch-in-der-heimat-unser-haus/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/06/30/besuch-in-der-heimat-unser-haus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 23:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[TaGGS]]></category>
		<category><![CDATA[Theater in der Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=909</guid>
		<description><![CDATA[„I will live forever“ dröhnt es an mein Ohr. Ich sitze in einem Raum mit nackten Betonwänden, auf einem Campingstuhl, um mich herum tanzen ausgelassen junge Menschen. Die Wände sind mit vielen Farben beschmiert, ergeben ein bizarres Bild im Licht des Scheinwerfers.
Farbe, Räume, Geschichten gehen mir durch den Kopf. Kopfkino.
„I will live forever…“ und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„I will live forever“ dröhnt es an mein Ohr. Ich sitze in einem Raum mit nackten Betonwänden, auf einem Campingstuhl, um mich herum tanzen ausgelassen junge Menschen. Die Wände sind mit vielen Farben beschmiert, ergeben ein bizarres Bild im Licht des Scheinwerfers.</p>
<p>Farbe, Räume, Geschichten gehen mir durch den Kopf. Kopfkino.<br />
„I will live forever…“ und ich spüre wie dieser Ort seinem Ende entgegensieht. Ich weiß um seinen Abriss. Es war sein letzter großer Auftritt. Game Over.</p>
<p>Wie beginnt man eine Geschichte, deren Anfang und Ende man nicht kennt?<br />
Ich bin einer Einladung gefolgt: <a href="http://www.taggs-schwerin.de/?p=352">Theatergruppe hat Haus, aus Dornröschenschlaf geweckt.</a><br />
Der Plattenbau wird abgerissen werden, aber vorher wollen Schüler das Haus besetzen und seine und ihre Geschichten erzählen.<br />
Es ist 18:50Uhr und während ich aus dem Auto steige, sehe ich schon eine Ansammlung von Menschen vor einem großen kastenförmigen Betongebäude. Mitten in einem sozial schwachen Plattenbaugebiet. Leer stehende Blocks, die Nachbarn sind ein Obdachlosenheim und Carisatt.</p>
<p>Man kennt die Geschichte dieses Bezirks und bringt seine eigenen Gedanken mit. Hier rechnet man mit erschütternden Geschichten sozial schwacher Randgruppen. Was könnte mir sonst so ein Haus erzählen?<br />
Hier war bis vor 20 Jahren ein Zuzugsgebiet, ein Arbeiterwohnheim, vor allem für Vertragsarbeiter aus Vietnam, dann für Asylbewerber und Spätaussiedler, ein Übergangsquartier für alle möglichen Menschen in Übergangssituationen, schließlich auch ein muslimisches Zentrum und seit 7 Jahren &#8211; nichts. Ein Plattenbau -gebaut mit großen Ambitionen des DDR-Staates. „Wohnen am Park“ und „positive Sozialprognose“ haben dieses Projekt begleitet. Der Abriss ist für August 2010 geplant. Wenn Geld dafür da ist.<br />
Ich begebe mich unter die Leute, sehe bekannte Gesichter, schließe mich einer Gruppe (Familie) von Besuchern an, erwerbe ein Programmheft und warte.</p>
<p>Noch vor dem HAUS sehen wir die grauen Wände, die Farbe, die abbröckelt, und die Spieler beginnen ihr Spiel. Ein Spiel mit dem Klischee, mit der Fantasie, mit Vorurteilen und bitterbösem Humor, der betroffen und nachdenklich macht. Der unsere Sicht auf Menschen und Stadtteile, sei es Berlin-Marzahn oder Schwerin-Großer Dreesch, hinterfragt. Da krepiert der Lacher im Hals, da verschluckt man sich an der Realität. Trotzdem kommt keine Moral, sondern ich bleibe bei mir und bin Zuschauer.<br />
Hier werden einmal meine Erwartungen gebrochen, damit ich mich einlassen kann auf das Filigrane, auf das Wirkliche, das Eigentliche, das Persönliche.<br />
Es beginnt ein Rundgang, eine Führung, von Wohnung zu Wohnung, von Raum zu Raum, von Geschichte zu Geschichte, von Beobachtung zu Beobachtung, von Gedanke zu Gedanke, von Traum zu (Alp)Traum. 2 Etagen, 5 Abteilungen, 29 Räume, 4 Ausstellungen, 33 Spieler.</p>
<p>Die folgende Stunde ist wie Kaninchenbau, ist Wunderland, ist Kindheit, ist Suche. Das weiße Kaninchen hat grüne Fußabdrücke, die Grinsekatze eine Trillerpfeife. Ich bin Alice und folge Treppe rauf und runter, durch scheinbar endlose Flure.</p>
<p>Es geht ums Wohnen, ums Leben, um Zukunft. Es geht um Schönheit, um Träume, um Glauben, um Liebe, um Ängste… dieses Haus ist ein Museum geworden, ein Fundort persönlicher Geheimnisse und Gedanken. Manche so leise geflüstert, dass sie im Stimmengewirr untergehen, manche an die Wand geschlagen, geschrieben. Sie sind allgegenwärtig. Ich verlasse keinen Raum, wie ich ihn betreten habe. Dieses Haus lebt, für einige Minuten, voller Stimmen, voller Menschen, voller Erinnerungen einer alten und den Träumen einer neuen Generation. Ich lese Wände wie Tagebücher, sehe Parolen und bekomme eine Ahnung von Geschichte. Es ist so vielseitig wie einzigartig, so persönlich wie künstlerisch. Die Räume erzählen, die Spieler erzählen und gemischt mit meinen Gedanken, ergibt es einen Sog, in dem sich viele Bilder vermischen und doch einzeln gesehen werden. Ein einzigartiges Theatererlebnis, wo ich mit wenigen Menschen in einem dunklen Raum, ohne Fenster und mit 8 Türen, stehe und ein Spieler rennend an den Türen rüttelt, den Ausgang sucht und die Frage nach dem „Woher? Wohin?“ stellt.</p>
<p>Es begleiten mich Beklemmung, Trostlosigkeit, so wie mich Ideen und Räume beschäftigen, ich über Träume schmunzeln und über Geschichten staunen muss.</p>
<p>Und wie Alice verlasse werde ich das Wunderland… ohne alles gesehen zu haben. Aber wie Alice nehme ich etwas nach Hause mit und bin mir sicher, dieser Abend „will live forever“.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/56541311@N00/sets/72157624233613972/">ein paar Bilder hier&#8230;</a><br />
<a href="http://taggs-schwerin.de"> Mehr unter: taggs-schwerin.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/06/30/besuch-in-der-heimat-unser-haus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Theater, Schule &#8211; Achtung! Wichtig!</title>
		<link>http://keindrama.net/2010/05/14/theater-schule-achtung-wichtig/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2010/05/14/theater-schule-achtung-wichtig/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 17:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>keinHamlet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Lysistrate]]></category>
		<category><![CDATA[TaGGS]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=881</guid>
		<description><![CDATA[
Dieses Video bietet einen Einblick in ein Fach, das mehr ist als ein pädagogisches Werkzeug. Ist Theater ein verkanntes Schulfach? Oder ein falsch verstandenes? Geht es um Argumente oder um ein anderes Bild, eine andere Gewichtung? Braucht unser Bildungssystem eine Reformation, hinsichtlich der Möglichkeiten alternativer Lernfelder? Kann man Schulfächer, Lernfelder, überhaupt gewichten? Was ist wichtig? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="500" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pOBd2jA1iBg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/pOBd2jA1iBg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="300"></embed></object></p>
<p>Dieses Video bietet einen Einblick in ein Fach, das mehr ist als ein pädagogisches Werkzeug. Ist Theater ein verkanntes Schulfach? Oder ein falsch verstandenes? Geht es um Argumente oder um ein anderes Bild, eine andere Gewichtung? Braucht unser Bildungssystem eine Reformation, hinsichtlich der Möglichkeiten alternativer Lernfelder? Kann man Schulfächer, Lernfelder, überhaupt gewichten? Was ist wichtig? Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung? Möglichkeiten zur intensiven Auseinandersetzung? Wie soll vermittelt werden? Wie ist es nachhaltig? Gruppenerfahrungen statt Frontalunterricht? Sozialkompetenz statt Faktenwissen? Darf man diese Fragen stellen?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2010/05/14/theater-schule-achtung-wichtig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TaGGS &#8211; „Mein Kampf“ von Tabori</title>
		<link>http://keindrama.net/2009/06/10/taggs-%e2%80%9emein-kampf%e2%80%9c-von-tabori/</link>
		<comments>http://keindrama.net/2009/06/10/taggs-%e2%80%9emein-kampf%e2%80%9c-von-tabori/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 06:43:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frieder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[TaGGS]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://keindrama.net/?p=183</guid>
		<description><![CDATA[TaGGS - „Mein Kampf“ von Tabori 

-Ein Auszug-

Eine vortreffliche Bühne haben sie aufgebaut. Das Wiener Männerheim direkt nach Schwerin gebracht. Ihre Bühnengestaltung macht so mancher Inszenierung vom Staatstheater Konkurrenz. 
Ein großes Baugerüst stellt die Treppe dar, welche von der Metzgerei herunter führt. Ein paar Betten sind auf den Stufen zur linken positioniert.  Andere sind auf Erhöhungen bei der „Treppe“ zu sehen. Im Hintergrund, gut versteckt, liegt eine große Matte, welche wilde Sprünge von der „Metzgerei“ ermöglichen und den Atem stocken lassen. Die Kämpfe, Jagten und Schlachten nehmen die ganze Bühne ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Auftritt ist schon lange vorbei, doch die Rezension kam nicht. Nein, dass Problem war nicht, dass ich sie nicht schrieb, es war nur, dass mir das geschriebene bis heute nicht gefällt. Ich hatte immer irgendwie die Sorge Euch zu beleidigen, oder sonst was falsch zu machen. Dann dachte ich an die Worte: &#8220;Sei beim Schreiben ehrlich und umbarmherzig&#8221; (von Cameron Crowe, in seinem Film &#8220;Almoust Famous&#8221;) und ließ es doch wieder sein, da ich dachte: Das bin ICH doch niemals. Doch jetzt stelle ich meine Rezension online und hoffe auf Meinungen.</p>
<p><strong>Anmerkung von Hamlet: </strong>Lieber Frieder, dein Artikel hab ich mal drübergelesen, jetzt ist er online. Keine Angst haben, hier beißt keiner und alle freue sich das aus dem Publikum auch mal was schriftliches kommt. Das wünscht sich doch eigentlich jede Theatergruppe. Feedback. Was kommt an, was nicht.</p>
<p><span id="more-183"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>TaGGS &#8211; „Mein Kampf“ von Tabori </strong></em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Wir haben heraus gefunden wo wir Nazi sind – Alltagsnazis. Zum Beispiel wann wir über den Dönermann lästern.“, sagte Schauspieler Hannes Wolf, „Und das wir Gutmensch sein wollen – Wie Schlomo“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das TaGGS führte das Stück auf: „Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in 5 Runden“, auch bekannt unter „Mein Kampf“, ein fiktive Geschichte im Männerheim Wien, von Tabori.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Fünf Jungen teilten sich jeweils die Rolle Schlomos, dem Juden, und die des Hitlers. Vielseitig sind die Rollen besetzt. Jeder der Schauspieler interpretiert Schlomo anders, sieht einen Anderen in dem Charakter. Fünfmal ist Hitler auf der Bühne und fünfmal tritt er anders auf. Nur eines haben alle gemeinsam – eindrucksvolle Mimik. Nie kann der Zuschauer müde werden, jeden Schauspieler zu betrachten. Das aus der Not geborene Splitten der Rolle, wurde zu einem gelungen Kunstgriff, welcher aber den Blick vom agierenden Schauspieler weg lenkt. Das Auge müsste alles Beobachten können, es müsste sich splitten können, so wie Schlomo und Hitler auf viele Schauspieler geteilt wurden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Gott, so wie sich Lobkowitz sieht, schreitet über die Bühne. Zeigt seine Präsens und zieht sich schließlich auf den Thron zurück. Doch er ist Beobachter, vom Kampf zwischen Schlomo Judentum, und Hitler dem Faschismus. Der Kampf wird ohne ihn, ohne Gott, ausgetragen. Er thront über dem Geschehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Gretchen, eine Freundin von Schlomo, tritt ins geschehen. Sie muss sich entscheiden, zwischen Schlomo und Hitler. Will sie Schlomo, den Juden, oder Hitler, den Künstler?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Doch noch erwähnte ich nicht alle die auf die Bühne kommen. Die Macht wird neu verteilt, als Fräulein Tod und Frau Tod ins Geschehen eingreifen. Beide Seiten haben eine Chance, aber wer weiß sie zu nutzen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Und schon naht die letzte Runde. Auf wessen Seite wird Frau Tod stehen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Eine vortreffliche Bühne haben sie aufgebaut. Das Wiener Männerheim direkt nach Schwerin gebracht. Ihre Bühnengestaltung macht so mancher Inszenierung vom Staatstheater Konkurrenz.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ein großes Baugerüst stellt die Treppe dar, welche von der Metzgerei herunter führt. Ein paar Betten sind auf den Stufen zur linken positioniert.  Andere sind auf Erhöhungen bei der „Treppe“ zu sehen. Im Hintergrund, gut versteckt, liegt eine große Matte, welche wilde Sprünge von der „Metzgerei“ ermöglichen und den Atem stocken lassen. Die Kämpfe, Jagten und Schlachten nehmen die ganze Bühne ein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Stück „Mein Kampf“ von Tabori ist ein Stück über das Böse und Gute – Hitler und Schlomo. Dabei wird Hitler nicht als blutrünstiges Monster dargestellt, sondern als kalt und hilflos. Ein missverstandener Künstler, abgelehnt von der Kunstakademie, sucht er Hilfe bei Schlomo, bei dem Guten. So wie es die Natur des Guten ist, hilft sie dem Bösen.  Es ist eine Farce über Liebe, fehlende Gerechtigkeit und Leidenschaft.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Tabori ist gebürtiger, jüdischer Ungare. In seinem Leben ließ er Hollywood auch nicht aus, doch ist in seinen späten Werken ist keine Schädigung durch diese Filmproduktionsstätte zu bemerken. Seine letzten Jahre verbrachte er in Deutschland, welche zu den wichtigsten seines Lebens zählen und ihn zum größten Vertreter der Schauspielkunst machen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sein Werk „Mein Kampf“ ist provokative. Auch die TaGGS schreckte davor nicht zurück  den Hitlergruß und Hakenkreuze auf die Bühne zu bringen. Sie spielten ein Stück mit Gesellschaftskritik und rückten dies aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Diese Vorgänge, so ein Schauspieler, seien überall zu beobachten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ein Schauspieler übertrifft den Anderen und dennoch gehen einige Schauspieler in der Masse unter. Nur wenige Schauspieler bleiben in Erinnerung des Zuschauers. Die Rollen aufzuteilen war zum einen ein Kunstgriff, zum anderen ein aus der Not geborene Notwendigkeit, alle Schauspieler unter zu bekommen. So bringt es nicht nur Vorteile mit sich.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Wir haben keine strenge Regie. Wir werden geleitet und lassen uns treiben. Jeder lernt von dem Anderen und jeder erweitert sein Bewusstsein“, so die TaGGS.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://keindrama.net/2009/06/10/taggs-%e2%80%9emein-kampf%e2%80%9c-von-tabori/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

